Immer kürzere Tage im Dezember und immer längere Nächte! Früher wurde die Zeit zwischen dem 13. und 25. Dezember als die "dunklen Nächte" bezeichnet. Wie sehr sehnen sich Mensch und Natur nach Licht und Helle, nach Sonne und Wärme, nach Durchblick!

Schon eine einzige Kerze kann einen dunklen Raum erhellen und verwandeln. Und gerade sie, die kleine und so gefährdete Flamme, strahlt Wärme aus, kann im Nu einen Raum anheimeln. Lichterketten in unseren Häusern und auf den Straßen suchen die Dunkelheit zu bannen. Sogar der Schnee vermag die kahle, dunkle Landschaft zu erhellen und zu verwandeln und kann uns heiter stimmen.

Auch und gerade wir Menschen können einander Licht, Helle und Wärme schenken, besonders in diesen vorweihnachtlichen Tagen: etwa durch ein aufmerksames Auge, durch Hinhören, Einfühlen, Mitfühlen. Und sich dieses Licht auch schenken lassen, sich über gute Nachrichten freuen und sie anderen mitteilen.

Der Ruf "Maranatha, unser Herr komme!" hat die ersten Adventswochen geprägt. Am morgigen 16. Dezember beginnt in der Liturgie der Kirche die neuntägige Vorbereitung auf Weihnachten. Wir singen: "Siehe, Gott wird kommen. Ihr werdet es sehen und euch von Herzen freuen." Und: "O Morgenstern, komm und erleuchte alle, die da sitzen in Finsternis und im Schatten des Todes."

Helfen wir heute und in den nächsten Tagen in unserer konkreten Situation und auf unsere bescheidene Weise mit, dass Jesus Christus, dieser "Morgenstern", unserer Welt Licht, Helle und Wärme bringen kann – in unser Haus, in unsere Gemeinden, in unser Land und darüber hinaus.    


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