Hallo, liebe Tagebuchleser.

Die Entstehung der Berliner Mauer jährt sich im nächsten Jahr schon zum fünfzigsten mal. Sie machte im Jahre 1961 die Teilung Deutschlands endgültig perfekt.

Durch diese Schicksalsmauer,… wie sie auch bezeichnet wurde, …sollte verhindert werden, dass Menschen aus dem Osten in den Westen fliehen konnten, was bis zu dem Zeitpunkt sehr oft der Fall war.

Es wurden Minen entlang der Grenzmauer gelegt, zudem auch noch Wachttürme in Abständen aufgestellt, mit denen man jegliches Geschehen an der Mauer beobachten konnte.

Menschen aus dem Osten die heimlich in den Westen fliehen wollten, wurden bei Entdeckung sofort von den Wachttürmen aus erschossen.

Diese Schicksalsjahre und das Leben mit der Mauer ruft mein heutiger Bericht noch einmal ins Bewusstsein zurück: 

                 Die Mauer

Als Gott die Welt erschaffen wollte,

die dann dem Mensch gehören sollte,

da fiel ihm plötzlich etwas ein,

zunächst erschuf er mal den Stein.

Das war schon praktisch überlegt,

wie man so schön zu sagen pflegt.

Als erstes sollte so ein Stein,

dem Mensch als Werkzeug nützlich sein.

 Viel später hat der Mensch erkannt,

nimmt man die Steine sich zur Hand,

gibt etwas Mörtel noch dazu

und ist geschickt, hat man im Nu,

schon eine Mauer aufgebaut,

noch eh‘ man seinen Augen traut.

 

 

Nun setzte eine Wende ein.

Man sammelte nun Stein für Stein

und setzte Häuser in die Welt,

so wurden Wohnungen erstellt.

Man baute hoch, man baute höher,

man kam dem Himmel immer näher,

man baute Burgen, Pyramiden,

man baut im Norden wie im Süden

und ab der Neuzeit kam der Clou,

da stieß die Industrie dazu,

die beispielsweise Wasser staute,

indem sie davor Mauern baute.

 

 

Man baute ohne Rast und Ruh,

fast jedes Fleckchen Erde zu.

Man baute Hallen und Fabriken,

man baute Türme, baute Brücken,

bis ein paar Menschen ohne Hirn,

verstandlos hinter ihrer Stirn,

die machtbesessen, Hass nur spürten,

ganz grundlos ihre Kriege führten.

und was man aufgebaut mit Müh‘,

mit sehr viel Fleiß und Energie,

das sah man schließlich, nach zwei Kriegen,

komplett in Schutt und Asche liegen.

 

Als Frieden wieder eingekehrt

und auch das Letzte war zerstört,

begannen Männer, Kinder Frauen,

das Ganze wieder aufzubauen,

was dann mit Opfern, Gott sei Dank

und viel Entbehrung auch gelang.

Als man schon dachte, jetzt ist Ruh‘,

da schlug erneut das Unheil zu.

 

Denn wieder Menschen ohne Hirn,

verstandlos hinter ihrer Stirn,

ganz sinnlos, voller Unverstand,

entstellten unser Vaterland,

indem man uns die Hälfte klaute,

von Nord bis Süd ne Mauer baute.

Längsseits der Mauer legte man,

noch einen Minengürtel an.

Das Ganze wurde ungeniert,

mit Stacheldraht noch dekoriert.

Auch Türme wurden aufgebaut,

von wo man auf die Mauer schaut

und jeden Meter kontrolliert,

so bleibt die Mauer unberührt.

Die Festung war damit perfekt,

die Menschenwürde zugedeckt,

versperrt der Weg, von Ost nach West,

von Freiheit blieb nicht mal ein Rest.

 

Doch viele Wunden heilt die Zeit,

nach Unterdrückung, Angst und Leid,

hat endlich man nun eingeseh’n,

so kann es wohl nicht weitergeh’n.

Dem Ganzen macht man nun ein Ende

und somit kommt die große Wende.

Es siegt nun plötzlich der Verstand,

man spricht von „einig Vaterland“

und so beginnt auch ohne Frage,

sogleich die große Demontage.

 

Nach achtundzwanzig Jahren Dauer,

fällt plötzlich nun die Schreckensmauer.

Was niemand wagte mehr zu hoffen,

die Grenzen sind nun wieder offen,

die Zeit der Knechtschaft ist vorbei,

der deutsche Osten wieder frei.

Nun heißt es wohl, mit Gottvertrauen,

ein neues Deutschland aufzubauen,

das alles sich zum Guten wendet

und nie mehr in Enttäuschung endet.

 

Soweit,…liebe Leser, mein Rückblick zu Entstehung und Vorhandensein der Berliner Mauer.

Bis zum nächsten Blog,…und dann mal wieder etwas Lustiges….

Euer Manfred Bäcker.


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