Archive for November, 2010

Ich weiß ja nicht, wie es in Soest aussieht, aber hier liegt richtig viel Schnee. Das fing gestern an. Ich bin morgens noch mit dem Rad zur Uni gefahren und im Laufe des Tages fielen viele viele kleine und noch kleinere Schneeflocken. Und man weiß ja, die kleinen bleiben liegen. Jetzt haben wir also heute schon eine beachtliche Decke weißen Pulverschnees auf den Straßen und Dächern liegen. Und es ist kalt. Gut, ich bin ein Mädchen und stell mich an, aber auch die Wetteranzeige auf den U-Bahn Infoscreens prognostiziert teilweise Werte bis -9 Grad. Naja, zwei von meinen Jungs tragen immer noch keine Jacken. Nur Pullis. Da sag ich Respekt und denke: Die spinnen doch. Brrrrrr.

Heute morgen in „Grundlagen der molekularen Biologie“ war der WDR da und hat einen Beitrag für die Lokalzeit gedreht. Unser Prof (einer von den sieben in Bio) lässt uns nämlich immer mit Piepern anonym über multiple Choice Aufgaben abstimmen. Das fand der WDR so toll, das er gleich mit einem Kamerateam auftauchten. Wer Lust hat kann sich das ganze morgen um 19:30 Uhr in der Lokalzeit anschauen.

Gestern war ich mit ein paar Leuten im Unikino, das immer Montags abends eine bestimmte Auswahl an Filmen spielt. Dafür bezahlt man dann 1,50€ pro Film und geguckt wird natürlich in einem der großen Hörsäle (<- schreibt man das wirklich so? Die Rechtschreibkorrektur zeigt mir hier entweder das oder Saäle an. Ich hätts genau andersherum geschrieben Säale). Gestern lief „Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen“ ein Animationsfilm, den ich jetzt sicher schon drei mal gesehen habe, aber immer noch darüber lachen kann. Am nächsten Montag wird dann zB „die Feuerzangenbowle“ gezeigt.

Danach wollten wir noch kurz über den Weihnachtsmarkt schlendern (da war es 21 Uhr), aber der hatte schon zu. Vielleicht haben die Montags ja Ruhetag. Aber selbst die Bielefelder aus unseren Reihen wussten nicht Bescheid.

Jetzt werde ich erstmal losziehen und versuchen Streusalz aufzutreiben. Ich habe keine Ahnung, wo hier ein Baumarkt ist, bzw auch einer, der an S-Bahn oder Bus angebunden ist. Ich muss nämlich in den nächsten Tagen mal vorm Haus fegen und streuen, mit einem Besen, den ich nicht habe und Streusalz, dass ich noch besorgen muss.

Bis dahin
Annie

Hallo, liebe Tagebuchleser

Alles geht einmal zu Ende, auch meine täglichen Gedichtbeiträge. Vier Wochen habe ich nun täglich meine selbstverfassten Gedichte hier im Lesertagebuch präsentiert. Von meiner Seite aus kann ich sagen es hat mir Spaß gemacht diese gesammelten Werke auch über das Internet mal bekannt zu machen.

Sicher hätte ich mich über den einen oder anderen Kommentar auch gefreut, um zu erkennen wie meine Dichtereien bei  den Lesern so angekommen sind,… aber was soll’s…es hat nicht sollen sein.

Da wir uns ja seit dem 1. Advent nun schon in der Vorweihnachtszeit befinden, möchte ich zum heutigen Abschluss und passend zum kommenden Weihnachtsfest auch mein  Weihnachtsgedicht vorstellen:

 

Weihnachten und Jahreswende
         
Neigt das Jahr sich seinem Ende,    
kommen Winter und Advent,    
damit kommt auch eine Wende    
wie man jedes Jahr das kennt.    
         
Bunt geschmückt sind Markt und Gassen  
festlich glänzt ein Lichtermeer,    
wenn Gefühle uns erfassen,    
geht Zufriedenheit einher.    
         
Glockenton aus weiter Ferne,    
Läutet festlich zum Advent,    
golden leuchten ein paar Sterne,    
hoch am weiten Firmament.    
         
Weihnachtsstimmung in den Herzen    
 Freude auf das große Fest,    
lässt Kummer uns sogar verschmerzen    
der sich in Freude ändern lässt.    
         
Und kommen nun die Weihnachtstage,  
in Frieden hoffentlich ins Land,    
das wär ein Wunsch, ganz ohne Frage,    
auch sicherlich für den Verstand.    
         
Ist dann das Weihnachtsfest vergangen,  
ganz ohne großen Zwischenfall,    
das neue Jahr hat angefangen,    
Zufriedenheit ist überall.      
         
Dann kann man nur mit Gottvertrauen    
besonders für das neue Jahr,    
zufrieden in die Zukunft schauen    
und das wär‘ einfach wunderbar.    
         

Ja,..liebe Leser,….das sollte es denn gewesen sein.

Ich darf nun zum Abschluss allen ein friedliches Weihnachtsfest und ein gesundes,  neues Jahr 2011 wünschen.

  Euer Manfred Bäcker.                                                

          

Es fällt Schnee! Zumindest in Belecke. Was aber noch wichtiger ist, es ist bereits Advent. Am letzten Wochenende fing das warten an. Das warten auf Weihnachten. Schaut mal nach draußen! Überall bereiten sich die Menschen vor…aber auf was? Die Menschen rennen wie wild durch die Welt, ohne eigentlich mal stehen zu bleiben, um sich mal den Weihnachtsbaum auf dem Marktplatz anzusehen, oder einfach mal die Adventsstimmung zu genießen. Werden sie gefragt warum sie so in stress sind, kommt meist die Aussage, es sei doch bald Weihnachten. Eigentlich passt das nicht ganz zusammen, denn der Advent sollte besinnlich sein. "Warten aufs Christkind" wie man so schön sagt. Von hysterie war nie die Rede. Wer also noch keinen Adventskalender hat, der einem ja das Warten erleichtern und verschönern soll, kann ganz einfach einen selber machen.Vergesst einfach den Stress, befasst euch mit dem, worauf wir warten und was wir bald feiern.

Ich werde z.B. so viel wie möglich die kommende Zeit mit Freunden verbringen.

 

Sebastian Körling

Bezirkskurat DPSG Bezirk Soest-Hamm

Hallo zusammen,

genauer gesagt, aus Ostwestfalen, um es präziser zu definieren, aus Rheda-Wiedenbrück, der Machtzentrale des Herrschers über Tier und Mensch(en).
Der Oberschlachter seiner Fleischfabrik und Präsident des FC Schalke 04, Clemens Tönnies, hat die Messer gewetzt.
Seinen Cheftrainermanager Felix Magath hat er zum Rapport bestellt, und er will sich sicherlich nicht Tipps vom Manager holen, wie er das Weihnachtsgeschäft noch effizienter gestalten kann. Nein, Magath wird ihm morgen die 0-5-Frechheit von Kaiserslautern erklären müssen, und noch viel schlimmer, wie er sich denn die nahe Zukunft mit seinem Team so vorstellt.  
Wie will er den erzürnten und bebenden Boss milde stimmen?
Mit „das wird noch, wir haben Ansätze gesehen, die Mannschaft wächst immer mehr zusammen“, braucht er seinem Boss garnicht erst kommen. 
Das ist abgedroschen, und nimmt ihm keiner mehr ab. Noch gravierender: er stimmt Kapitän Neuer zu, der sagte, wenn wir so weiter spielen steigen wir ab. 
Da kann er in seinem finstersten Hinterstübchen seinem besten Mann vielleicht zustimmen, aber niemals öffentlich äußern. So macht, ja ist er doch angreifbar.
Da rollt er ja, wenn auch vielleicht in diesem Augenblick unbewusst, was er da von sich gelassen hat, den roten Teppich für seine Akteure aus. 
Denn darauf können sie dann weiter flanieren, die Herren Versager, frei nach dem Motto, ja wenn der Trainer schon nicht mehr an uns glaubt, dann ist halt nicht mehr drin, und liebäugeln schon mit dem nächsten Klub. 
Das war ein klassisches Eigentor, sozusagen das 0-6 in der Nachspielzeit.  
Es ist für viel Gesprächs- und Erklärungsstoff gesorgt, morgen beim obersten Chef, und der Wind soll noch eisiger von Osten wehen, am morgigen Tag.  

In Köln war heute für den Manager der letzte Streich, folgt der zweite…

Tschüß, bis die Tage

R.A.

P.S.: Wir dürfen nur das Abspülen nicht vergessen.

Hallo

Heute ist Sonntag und ich wünsche euch allen einen schönen 1. Advent. Hier in Brasilien kennen die Leute keinen Advent, was ich sehr schade finde. Doch meine Gastmutter wusste was Advent ist, weil sie im Süden geboren ist. Im Süden Brasiliens leben sehr viele Deutsche, es gibt sogar Städte die fast nur deutsch sind. Deshalb sprechen meine Gastmutter und auch meine Gastoma fliessend deutsch.

Am Wochenende haben wir angefangen das Haus zu dekorieren. Draussen haben wir Lichterketten aufgehangen, die leider nicht funktionieren… und hier im Haus fehlt nur noch ein Weihnachtsbaum. Sogar im Fitnessstudio ist schon dekoriert mit gaaaanz vielen kleinen Weihnachtsmännern 😉 Aber ich kann es gar nicht fassen, dass schon fast Weihnachten ist, denn es fehlt der Schnee.

Hier ist nähmlich jetzt Sommer, da Brasilien ja auf der Südhalbkugel liegt sind die Jahreszeiten verschoben. Also wird es hier im Dezember und Januar richtig heiss. Heute und gestern hatten wir 36 Grad und da war ich natürlich im Pool. Gestern hab ich mit meinem Gastpapa im Pool Ball gespielt und heute bin ich dann um 10 Uhr morgens mit meiner Gastmama schwimmen gegangen. Naja. Ich bin geschwommen, sie fand das Wasser so kalt, dass sie eine Art Wassergymnastik gemacht hat um sich aufzuwärmen (sah toll aus :D). Danach waren wir Mittagessen und es hat angefangen zu regnen. Als wir dann wieder zu Hause waren, hab ich erstmal meinen Gastpapa in den Pool geschubst und er hat mich dann auch noch reingezogen. Das Wasser war eigentlich angenehm, doch durch den Regen wurde es ziemlich kalt. Nachdem ich jetzt zweimal im Pool war, bin ich ziemlich erschöpft. Wir werden jetzt noch meine Gastschwester in ihrem Haus besuchen und morgen hab ich ja wieder Schule  

Bis dahin, warme Grüsse an euch 🙂

Katharina

Hallo, liebe Tagebuchleser.

Weihnachten ist das Fest der Liebe, ist aber auch im gewissen Sinne das Fest der Wünsche und Geschenke.

So ist es seit Generationen Brauch, dass man sich Weihnachten gegenseitig beschenkt. Allerdings sind diese Geschenke materieller Art.

Wünsche von nicht materieller Art, sagen wir mal besinnliche Wünsche, sind eigentlich das ganze Jahr über präsent. So zum Beispiel, das sich irgendwelche Wunschgedanken erfüllen,…zum Guten wenden…und damit auch das Leben angenehmer machen.

In meinem vorletzten Bericht soll dieses auch mal deutlich gemacht  werden.

                Wunschgedanken

Lasst Blumen blüh’n auf dieser Welt,

wo die Natur sie hingestellt.

Dem Baum lasst seine Blätterpracht,

die ihm der Herrgott zugedacht. 

lasst die Natur sich frei entfalten,

denn so nur bleibt sie uns erhalten.

Lasst sinnlos nicht das Feuer brennen,

damit wir wieder atmen können,

denn jedem ist die Welt gegeben

und jeder hat das Recht zu leben.

 

Lasst unsre Kinder wieder lachen,

helft alten Menschen Freude machen.

Den Hungernden gebt Brot zum Leben,

gebt auf, durch Krieg nach Macht zu streben,

seht  Schwarz und Weiß als gleiche Rassen,

damit sich Menschen nicht mehr hassen.

Lasst  Unterdrückung, Angst und Sorgen,

erhaltet uns die Welt von morgen,

denn jedem ist die Welt gegeben

und jeder hat das Recht zu leben.

 

Lasst Rüstung, Terror, Angst und Streit,

denn das bedeutet immer Leid,

lasst Panzer, Bomben und Raketen,

denn das bedeutet immer töten.

Der Schöpfer hat doch wohl zuletzt,

den Menschen in die Welt gesetzt,

dass er die Welt mit Würde trägt

und nicht in Schutt und Asche legt,

denn jedem ist die Welt gegeben

und jeder hat das Recht zu leben.

 

Ich wünsch mir eine heile Welt,

in der wir uns bewegen.

Die Glück und Frieden sicherstellt,

wo Freund und Feind sich mögen.

Ich wünsch mir eine bessre Zeit,

voll Ehrlichkeit und Liebe

und das dies nicht nur Hoffnung bleibt,

Vergangenheit und Lüge.

 

Ja,…liebe Leser,…diese Wunschgedanken zu verwirklichen sollte eigentlichImmer das Ziel und das Bestreben  der Menschheit sein.

Bis morgen…zum letzten Blog…

Euer Manfred Bäcker.     

Alle 10 Jahre findet in Ecuador der Censo statt und dieser Tag ist genau heute, dass bedeutet, dass die Abschlussschüler von Haus zu Haus gehen und einen Fragebogen mit den Bewohnern des Hauses durchgehen müssen. Es werden Fragen, wie z.B. können sie lesen, aus welchem Material besteht der Boden des Hauses, usw. gestellt. Insgesamt gibt es ungefähr 50 Fragen. Dafür wird das ganze Leben in Ecuador für heute lahm gelegt. Keiner außer der Polizei, der Feuerwehr, den Ärzten und den Schülern darf das Haus von 7-18 Uhr verlassen. Das ganze dient dazu, die Gesamtsituation in Ecuador herauszufinden. 

Hallo zusammen,

O H N E
W O R T E ! ! !

3-0,
3-0,
0-5, 
7-1? hahahaha,hohohoho,hihihihihi,gröhl!!!!!!!!!!

Schönen ersten Advent allen,

und tschüß, bis die Tage

R.A.

Hallo ihr Lieben , ich melde mich auch schon wieder. Meine Mama hat mir erzählt, dass sich immer alle bei ihr beschweren, wenn ich hier so selten reinschreibe und da ich natürlich nicht will, dass sie die ganzen Rüffel einstecken muss, kommt hier jetzt schon mein zweiter Eintrag innerhalb einer Woche. Also seid bitte stolz auf mich und wisst es zu schätzen, dass ich meine Zeit hier nur für euch opfere… No, I’m just kidding. Also, eigentlich sollte sich dieser Eintrag ganz um Thanksgiving drehen, aber erst muss ich von heute (bzw. bei euch schon gestern) erzählen. In meinem letzten Eintrag habe ich ja erzählt, dass meine „Schwester“ schwanger ist. Morgen sind es genau 16 Wochen und heute waren wir beim Arzt, um das Geschlecht feststellen zu lassen und uns das Baby in 4D anzugucken. Jap, sowas gibt es. Also, erstmal das Wichtigste: Es wird ein Mädchen! Ich krieg also eine kleine Nichte. Aww, da freu ich mich schon so drauf 🙂 Ich wollte ja eh, dass es ein Mädchen wird. Als wir uns heute das Baby angeguckt haben, dachte ich ja erst, dass Shannon halt nur ihre Eltern und Greg dabei haben will. Ich bin das also erstmal wie Pöttken Doof vor der Tür zum Arztzimmer stehen geblieben, bis Shannon dann meinte, ich muss mit reinkommen, ich gehöre doch zur Familie. Und außerdem will sie meine Reaktion sehen, wenn die Ärztin sagt, dass es ein Junge wird. Haha. Dem war ja nicht so 😉 Aber ich fand es seeehr süß von ihr, dass sie mich dabei haben wollte. Als wir dann das Baby angeguckt haben…gosh…das war wieder einer diese vollkommenen Momente im Leben. Es war so amazing, zu sehen, wie die Kleine sich gedreht und gewendet hat. Sehr aktiv. Und am Daumen hat sie gelutscht 🙂 Und uns zu gewunken. Zumindest kind of. Hach, es war einfach nur amazing! Irgendwie unglaublich, sowas zu sehen. Wie ein kleines Wunder. Ich bin jetzt schon in love with her. Wenn sie da ist, werde ich sie wahrscheinlich tot knuddeln 😉 Jetzt zu dem, was euch wahrscheinlich mehr interessiert: Thanksiving und Blackfriday. Am Mittwoch hatten Barbara und ich einen waren Einkaufsmarathon. Schlimmer als bei uns vor Christmas. Bei Walmart haben wir eine geschlagene halbe Stunde an der Kasse gewartet und eine gefühlte Weitere bei dem Versuch, vom Parkplatz zu kommen. Crazy. Am Donnerstag, also an Thanksgiving, standen wir, sage und schreibe, vier Stunden in der Küche. Bis um drei Uhr dann Shannon und Greg kamen, da hab ich mich dann mal dezent für eine halbe Stunde verdrückt, um aus einem zerzausten, mehlüberstäubten, nach Bratenfett riechenden Etwas wieder eine etwas ansehnlichere Person zu machen. Es wurden ja schließlich Fotos gemacht 😉 Um halb vier hat sich dann die ganze Familie am Tisch versammelt und es wurde gegessen. Und gegessen. Und gegessen. Und…nein Spaß ;D Es gab aber auch viel (kein Wunder, nach vier Stunden non stop backen und kochen). Erstmal natürlich Truthahn. Klar. Dann hatten wir noch Beef (sorry, mir fällt gerade partout die Übersetzung nicht ein. Gibt es überhaupt eine für Beef?), Bohnen, Grünkohl, Stuffing, Kartoffeln, Apfelmus, hausgemacht mit Äpfeln aus dem Garten (yummy), Apfelkuchen, Kürbiskuchen, Kokosnusskuchen und, und, und… Ich glaube, dass war das Wichtigste. Achja, noch was: Ich habe Kürbis probiert. Also einfach nur weichgekochten Kürbis. Baaäh. Ekelige Angelegenheit. Sieht aus wie Erbrochenes und schmeckt irgendwie auch so. Dafür sind die Kerne, wenn sie gebraten wurden, mega lecker 🙂 Nach fast zwei Stunden am Dinnertable hat sich dann die ganze Familie aufs Sofa gequetscht und Jurassic Parc geguckt 😀 Das war ein Spaß. Barbara hat den Film wahrscheinlich schon zehnmal gesehen und hat sich trotzdem ständig erschrocken und die Augen zugehalten. Später am Abend haben wir dann noch Rice Krispie Treat gemacht. Man nehme Rice Krispies (wirklich ;)), Marshmallows, ca. eine Tonne Zucker, mixe alles zusammen, breite es dann auf Bakpapier aus und stecke es in den Ofen. Zehn Minuten warten, fertig. Und leeeecker! Män, kein Wunder, wenn ich hier zunehme, bei den ganzen leckeren Sachen 😉 Nach den Rice Krispie Treats haben Shannon und ich uns erbarmt und sind mit dem Hund der Tante rausgegangen. Und es war kalt! 36° Fahrenheit. 32°F sind gleich 0°C. Ich brauch unbedingt eine Mütze und Handschuhe. Die Chance, welche zu bekommen, hatte ich dann am nächsten Tag. Ich glaube um Mitternacht sind die Letzten gegangen, um ein Uhr lag ich im Bett, um 4am bin ich wieder aufgestanden. Es war Black Friday. Für alle, die es nicht kennen. Black Friday ist immer der Freitag nach Thanksgiving (und Thanksgiving ist wiederum immer der letzte Donnerstag im November). An diesem Tag haben so gut wie alle Läden super Preise, die Sachen sind teilweise um bis zu 80% – 90% reduziert und öffnen schon um drei oder vier Uhr am Morgen. Außerdem werden einem an diesem Tag die Steuern erlassen, die sonst immer erst an der Kasse drauf gerechnet werden. Also: Wer günstig shoppen gehen will, für den ist das ist der richtige Tag. Wer Selbstmordgedanken hegt, für den auch. Da einige Sachen, besonders Fernseher, Handys, Kameras, and all stuff like that, wie gesagt ziiemlich reduziert sind (bei Walmart gab es einen Flachbildfernseher für $20, Laptops für $25, Kameras für $10…nur mal so als Beispiel), gibt es auch dementsprechend viele Leute, die das haben wollen. Vor unserem Walmart hier haben die Leute schon am Abend vorher ihre Zelte aufgeschlagen, um auch ja als Erste/r den Laden stürmen zu können. Im letzten Jahr wurde vor Walmart eine Frau totgetrampelt, in diesem Jahr wurde einer der Arm gebrochen, weil sie die letzte Kamera nicht aus der Hand geben wollte. Crazy Americans ;D Barbara und ich kamen jedenfalls pünktlich um 5am an der Outletmall an. Pünktlich heißt eine Stunde zu spät, sprich die Masse hatte sich schon etwas verteilt 😉 Und dann ging’s los. Barbara hatte ich nach zwei Minuten aus den Augen verloren, aber wir hatten in weiser Voraussicht eh schon einen späteren Treffpunkt vereinbart. Ich hatte einen guten Plan. Erst zu Abercrombie & Fitch, dann Levis, dann Hollister, dann Tommy Hilfiger, dann Old Navy, dann Guess, dann alles, für das ich noch Zeit habe. Super Plan. Theoretisch. Praktisch war das schon etwas schwieriger. Eine halbe Stunde Wartezeit um nur IN Abercrombie & Fitch zu kommen, war nämlich nicht geplant. Hat meinen Zeitplan etwas über den Haufen geworfen 😀 Dafür hab ich dann einen Pulli und eine Bluse und ein Top für zusammen $65 ergattert. Soviel kostet normalerweise ein Pulli. Bei Levis wurde es dann wirklich crazy. Ich war sehr stolz, hatte ganz schnell eine Jeans gefunden, anprobiert, wollte bezahlen und wieder raus (Sorry, Mama, ich hatte wirklich nicht den Nerv, da dann noch auszuprobieren, was dir wohl passen könnte ;D). Ich stand schon an der Kasse, Jeans überm Arm, auf einmal schreit ein Mädchen: That’s my jeans! She has stolen my jeans!!“ Ich hab erst gar nicht gemerkt, dass sie mich meinte, bis sie mir die Jeans fast vom Arm gerissen hat. Wirklich. Ich wollte meine Jeans aber natürlich auch nicht loslassen, weil es die nur noch einmal gab (ziemlich sicher, ich hatte so gut wie alle Regale durchwühlt, um eine in meiner Größe zu finden). Ich also Jeans festgehalten, Mädchen gezogen und weiter rumgeschrien. Das rief dann einen Verkäufer auf den Plan und DAS war zufälligerweise genau der, der mich mit der Jeans in die Umkleide hat spazieren gehen (man musste die Sachen beim Reingehen einscannen und dann beim Rausgehen wieder ausscannen, damit auch nichts gestohlen wird). Der Gute konnte sich sogar noch an mich erinnern (kein Wunder, wenn man vor dem Scanner steht und erstmal doof fragt, was man machen soll ;D), also hat er der Perle erzählt wem hier die Jeans gehört und zack, alles war gut und ich hatte meine Jeans 🙂 Das war meine craziest Black Friday Geschichte 😀 Danach ist nichts besonderes mehr passiert. Um 1pm sind wir mit tausend Tüten zurück zum Auto und erstmal was Essen gefahren. Danach ging es zum Movie Theater mit den Mädels und ich habe auch endlich mal Harry Potter gesehen. Hab ich noch was gemacht? Achja, ja, ich bin um 9pm todmüde ins Bett gefallen 😉 Das war also meine sehr amerikanische Thanksgiving Erfahrung. Ich fand’s sehr schön. Warum haben wir das eigentlich in Deutschland nicht? Besonders den Black Friday danach 😉 Heute ist mir mit Schrecken aufgefallen, dass ich am Dienstag schon seit drei Monaten hier war. Bald ist 1/3 meiner Zeit um. Und da am Donnerstag ja Thanksgiving war, werde ich mich an dieser Stelle mal eine Runde bedanken, bei allen, die mir das hier möglich machen. Also:

Mama, Papa? Komisch, dass ich erst tausende Kilometer weit weg sein muss, um zu merken, wie wichtig ihr mir seid und wie unglaublich dankbar ich sein kann, solche Eltern wie euch zu haben. Danke für alles, ohne euch hätte ich das alles nie geschafft. Ihr seid die Besten!

Oma, Opa? Ich bin so unbeschreiblich froh, euch zu haben und kann gar nicht oft genug sagen, wie wichtig ihr mir seid. Danke für all die aufmunternden Worte. Ich habe euch sehr, sehr lieb.

Susanne, Niklas? Ich vermisse euch beide so verdammt sehr und kann es jetzt schon nicht mehr erwarten, euch wieder zusehen. Danke für all die wunderbaren Erinnerungen, für das Lachen, für alles. Ist es okay, wenn ich mich schon mal für die Sommerferien selbst einlade? 😉

Lisa? Du bist die wunder, wunderbarste Cousine, die man sich nur wünschen kann. Muschel & Würstchen 😀 Danke für all die aufmunternden Worte, danke dafür, dass du mich zum Lachen bringst, danke, dass du immer für mich da bist. I love you 🙂

Tante Ruth, Jenni, Maria und der ganze Rest meiner wunderbaren Familie? Ich kann mich so glücklich schätzen, euch alle zu haben. Ich konnte noch nie verstehen, warum so viele es als Zwang sehen, auf Familienfeiern zu gehen. Ich habe mich jedes Mal gefreut, weil ich wusste, dass ich euch alle sehe. Auch euch: Danke!

Ich kann es jetzt schon kaum erwarten, euch alle wieder in die Arme zu schließen. Auch wenn ich drei Tage später wahrscheinlich wieder zurück will ;D
Damit höre ich jetzt auch auf für dieses Mal, ich hoffe, es ist nicht zu sentimental 😉

Dickes Küsschen nach Deutschland :*

Hallo, liebe Tagebuchleser.

Sparen,…sparen,…sparen,… das ist die Devise die man uns tagtäglich präsentiert. Nur ob man immer an der richtigen Stelle spart,…das sei dahingestellt. Bestes Beispiel sind die Straßen in unserm Land. Die Kassen der Kommunen sind leer und es steht kein Geld zur Verfügung um Straßenabschnitte zu erneuern.

Stattdessen rückt man mit Arbeitsgruppen an, die die sehr beschädigten und verschlissenen Straßenabschnitte mit Teersplit notdürftig flicken.

Ob das immer die Ideallösung ist, kann man nur bezweifeln.

Diese Maßnahmen sollen heute mal Inhalt meines folgenden Berichtes sein: 

                   Flickwerk

Wenn man Defektes nicht erneuert

das Nötigste nur unternimmt,

damit sich bloß nichts mehr verteuert

und dann die Kasse nicht mehr stimmt.

 

Hier muss man unsre Straßen nennen,

die sind mit Löchern voll bestückt,

wie wir das von ganz früher kennen,

sie werden spärlich nur geflickt.

 

Dafür nimmt man dann Splitt und Teer

und füllt die schlechten Stellen,

das hilft so gut wie gar nicht mehr,

wohl in den meisten Fällen.

 

Denn ob nach Sommer oder Winter,

die Straße wird erneut zerstört,

es steckt nicht viel Erfolg dahinter,

der sicherlich dazu gehört.

 

So wird mit wenig teuren Mitteln,

zunächst die Lösung sehr kaschiert,

man kann es anders nicht betiteln,

weil’s trotzdem auch zu Kosten führt.

 

Dann nämlich, wenn nach kurzer Dauer,

die Straße wieder offen ist,

dann wird man sicher etwas schlauer,

weil alles nur ein Flickwerk ist.

 

Dann rücken wieder, wie gewesen,

die vielen Flick-Kolonnen aus,

mit Teer mit Schaufel und mit Besen

und führen ihre Arbeit aus.

 

Und würde mal mit spitzer Feder,

gerechnet wo der Vorteil ist,

ich glaube dann erkennt wohl jeder,

das niemals das die Lösung ist.

 

So kann man sicherlich sich fragen,

wo, eigentlich wird Geld gespart?

Wir müssen doch die Kosten tragen,

auf diese und auf jene Art.

 

Man kann nur die Prognose wagen,

die halben Sachen bleiben Mist,

so kann man’s oft genug nicht sagen,

das Flickwerk auch nicht billig ist.

 

Soweit mein… Straßen-Zustands- Bericht….. aus Sicht des Bürgers, der ja schließlich seineSteuern dafür zur Verfügung stellen muss.

Bis zum nächsten mal,…

Euer Manfred Bäcker.