Wie man aus dem Titel schließen kann, habe ich meine „Ersti-Woche“ hinter mich gebracht.

Das Ganze beschränkte sich nicht (nur) aufs Trinken, sondern vor allem aufs Spielen. Unsere Tutoren haben sich mächtig ins Zeug gelegt um uns mit Spiel und Spaß zu beschäftigen.

Da gab es zum Beispiel den Möhrenkampf bei dem zwei gegnerische Mannschaften jeweils 4 Möhren bekamen, mit denen sie dann gegeneinander kämpfen mussten. Ziel war es, die generische Möhre zu zerstören. Und die Moral von der Geschicht‘, Größe und Stärke zählt nicht. Die kleinste mickrigste, dünnste Möhre aus unserer Gruppe hat alle vier mega-Möhren der Gegner erfolgreich vernichtet.

Dann gab es da auch noch Lieder Gurgeln bei dem einem aus der Gruppe ein Lied gezeigt wurde und er es dann den anderen vorgurgeln musste. Das stoß auf einige Probleme und das ganze wurde mehr zu einem „Spuckwettbewerb“, aber alle hatten riesigen Spaß.

Weiter gab es Stille Post für Fortgeschrittene. Das Spiel war wirklich zum Schießen und ich habe geweint vor lachen.
Es gibt erneut zwei Gruppen. Die erste geht raus und die andere bekommt eine Geschichte vorgelesen, sowas wie: Es war einmal an einem Donnerstag Vormittag im Mai vor 20 Jahren ein kleiner Junge namens Tom, der fuhr mit seinem Motorboot auf einen großen gelben See, als plötzlich…. Danach darf sich die Gruppe fünf Fragen dazu ausdenken. „Wie war der See“, „Welcher Tag“ etc. Dann kommt der erste der anderen Gruppe herein und bekommt die Geschichte vorgelesen. Nun muss er sie an den zweiten der Gruppe weitererzählen und so weiter. Der letzte muss dann die Fragen beantworten. Sehr lustig. Wie schnell sich so eine Geschichte per Mundpropaganda doch ändert und wie viel auf dem Weg verloren geht. Unglaublich.

Diskettenweitwurf gab es auch. Die Wurfweite zusammengezählt wurde dann die Durschnittsweite ermittelt.

An einer anderen Station mussten wir dann eine Möglichkeit finden ein rohes Ei im freien Fall mit Hilfe von Strohhalmen vor dem Zerbrechen zu bewahren. Per „Igelkonstruktion“ haben wir es geschafft das Ei sogar aus größerer Höhe als verlangt fallen zu lassen, ohne dass es kaputt ging. Ein Hoch auf unsere physikalischen Fähigkeiten.

Es gab noch viele weitere lustige Spiele, aber die jetzt alle aufzulisten würde zu weit führen. Es hat auf jeden Fall sehr viel Spaß gemacht,

Begleitet wurden diese Spiele-Rallyes von gemeinsamen Pizzaessen, Cocktails schlürfen und Grillen zwischen zwei „Zähnen“ der Uni. Rundum eine gelungene Woche,

Heute dann ging es offiziell los mit einer Begrüßungsrede des Direx im Audimax. Alle Studienanfänger in einem (riesigen) Raum. Bilder dazu lade ich demnächst hoch. Und gleich zu Anfang gab es auch Protest von anderen Studenten, die mit einer lauten Tröte, Bannern, Flyern und Masken die Rede des Direktors störten. Das war schon irgendwie amüsant, machte aber natürlich gleichzeitig darauf aufmerksam, dass auch in Bielefeld nicht alles perfekt läuft und es viel Kritik am Hochschulsystem gibt.

Was gibt es noch zu berichten… Ich habe ein neues Fahrrad, mein Mietvertrag ist unterschrieben und am Donnerstag bekomme ich die Schlüssel. Mal sehen, wie lange es dauert, bis ich dort Internet habe.

Bis dahin
Annie


Über die Autorin/den Autor:  Annika Fischer ist 22 Jahre jung und studiert an der Uni Bielefeld "Molkularbiologie". Über den Alltag im Studentenleben schreibt sie im Blog. Alle Beiträge der Autorin/des Autors: