Hallo Deutschland!

Mein Name ist Katja Hemkentokrax und das hier ist mein Blog, der über die Ereignisse der nächsten zehn Monate berichten wird.

Was das Besondere an diesen zehn Monaten ist?

Nun ja, Sprache, Kultur, Verköstigung, Mentalität, Schulsystem, Witterung, um nicht zu sagen: Alles!

Bereits vor zwei Jahren habe ich mich mit dem Gedanken befasst, ein Schuljahr im Ausland zu verbringen, in die weite Welt hinaus zu ziehen, meinen Horizont zu erweitern.

Doch wohin sollte die Reise gehen? Und mit welcher Organisation?

Im Internet bestellte Broschüren und Handbücher zum Thema „Schüleraustausch“ sollten Abhilfe schaffen. Nachdem ich mich durch einen Berg eben dieser gearbeitet hatte, stand die Wahl bald fest. „Tea, Chips & handsome Princes“ sollte das Motto meines Austausches werden. Ein Jahr auf der berühmten britischen Insel, deren Landschaftsbild gezeichnet ist von Burgen, Schlössern und Tudorhäusern und die dennoch Vorreiter in so manchen Mode- und Musiktrends ist.

Warum England?

Diese Frage ist schnell beantwortet. Ich interessiere mich sehr für die Englische Kultur, war schon immer verzaubert vom Klang des britischen Englischs und da ich leidenschaftlicher Hobbyfotograf und vor allem –schreiberling bin, lassen weite grüne Landschaftsbilder, alte Burgruinen und neblige Täler mein Herz besonders höher schlagen.

Außerdem war das englische Schulsystem von Anfang an eine Verlockung für mich. Es gibt für die Sixth Form (Oberstufe) keine Pflichtfächer und man hat nur wenige Kurse, die dafür umso intensiver unterrichtet werden. So viel sei an dieser Stelle verraten: Meine vorläufige Wahl beläuft sich auf Englische Sprache und Literatur, Fotografie, Medienwesen und Theater und entspricht somit voll und ganz meinen Interessen.

In Deutschland kursieren eine Menge Gerüchte über England, denen es selbstredend ebenfalls auf den Grund zu gehen gilt.

Ist das Wetter allzeit schlecht und dennoch Hauptkonversationsthema der Briten?

Schmeckt das Essen grässlich und trinkt man täglich Schwarztee?

Wie „besessen“ sind die Engländer wirklich von ihrer Queen?

Sind die Inselbewohner so höflich wie man es ihnen nachsagt?

Und ist Wetten der heimliche englische Nationalsport?

All diesen Rätseln werde ich mich im Laufe meines Aufenthaltes hier widmen.

Nicht zuletzt möchte auch diese Frage geklärt werden: Was hält man hierzulande von uns Deutschen? Und welche Rollen spielen beim englischen Stereotyp eines Deutschen Gartenzwerge, Sauerkraut und Fußball?

Für die große Expedition ins Ungewisse war schnell eine passende Organisation gefunden und nach einem gelungenen Vorstellungsgespräch konnten die Vorbereitungen beginnen. Umfangreiche „Application forms“ für die Organisation, die neue Schule und last but not least die angehende Gastfamilie mussten im Internet angefertigt werden. Auch um ein zweitätiges Vorbereitungsseminar und den obligatorischen Anruf bei meiner zukünftigen Familie kam ich nicht herum.

Die letzten Wochen in Deutschland vergingen wie im Flug und die Spannung stieg stetig. Am Ende der Sommerferien war es dann soweit: Vom Frankfurter Flughafen aus sollte das große Abenteuer beginnen. Vier Tage in London und im Anschluss fast ein ganzes Jahr in Tonbridge standen mir bevor.

Womit ich meine Tage in der englischen Hauptstadt verbracht habe, wie es mir zwischen English Breakfast und Tea Time ergeht und was ich im Land des Linksverkehres noch alles erleben werde, davon soll dieser Blog berichten.

Ich hoffe er wird auf offene Ohren und eine interessierte Leserschaft stoßen und verabschiede mich fürs erste mit einem fröhlichen „Bye, bye!“


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