Kurz  vor Grönland lass ich die letzten Tage und besonders den heutigen Tag Revue passieren.

Das Abschied nehmen begann schon Freitag auf meiner Abschiedsfeier mit meinen Freunden. Jedoch sagte ich den meisten noch nicht entgültig „Auf Wiedersehen“, denn in Balve ist Schützenfest gewesen und das konnte auch ich mir Samstagabend nicht entgehen lassen. Am Sonntag versammelte sich dann meine ganze Familie um einen letzten gemütlichen Tag mit mir zu verbringen und natürlich mich vorerst ein letztes Mal fest zu drücken.

Heute Morgen um kurz nach sieben ging es los. Koffer  ins Auto. Gefühlte 1000 mal überlegt ob ich alles habe. Und dann waren wir auch schon am Flughafen in Düsseldorf.  Nach dem wir uns die Wartezeit mit Frühstücken vertrieben haben, war ich froh als ich meinen Koffer an der Gepäckabgabe los werden konnte.

Gerade war der Koffer abgegeben, stand auch schon mein Abschiedskomitee bereit.  Ein paar meiner Mädels, meine Mama, meine „kleine“  Schwester und ihr Freund waren am Flughafen um mich in die große weite Welt zu entlassen. 

Irgendwann hieß es dann wirklich Abschied nehmen.  Vor meinem Gate sah ich die ersten Au Pairs die mit mir zu fliegen schienen und bei denen die Schminke schon ihre beste Zeit gesehen hatte. Schwarz verschmierte Augen blickten mich an. Irgendwas zwischen Freude und Wehmut.

Und dann war auch ich an der Reihe „Tschüss“ zu sagen.  Aber (und das hab ich mich in der letzten Zeit öfters gefragt) wie sagt man für ein Jahr denn überhaupt „Tschüss“. Länger als sonst? Das hatte meine kleine Cousine schon versucht: „Tschüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüss…“ bis ihr die Luft aus ging.

„Tschüss…bis in einem Jahr!“, und da kullerten auch bei mir die ersten Tränen des Tages.  Und auch bei mir war es etwas zwischen Freude und Wehmut.

Als ich dann durch den Eingang zu meinem Gate gegangen war, drehte ich mich, wie es sich meine Mama vorher gewünscht hatte, nicht mehr um.

Und beim Durchleuchten des Handgepäcks traf ich dann auch die anderen tränenverschmierten Gesichter wieder.

Die Zeit bis zur „Boarding Time“ haben wir genutzt um mit einem Sektchen auf uns und das vor uns liegende Jahr anzustoßen. 

Noch 3 Stunden und 37 Minuten, dann landen wir in Newark. Und auch jetzt bin ich schon so weit von Zuhause weg, wie noch nie (wenn auch nur in der Luft). Auf der Karte kommen wir Kanada immer näher.

 

Gelandet. Die acht Stunden gingen schneller vorbei als erwartet. Jetzt heißt es Zollerklärung und den ganzen Kram abgeben und hoffen, dass alles stimmt. Ja, alles palletti. Meinen Koffer hab ich jetzt wird er noch einmal durchleuchtet, da ich Lebensmittel, nämlich Nutella mit habe und dann ist auch schon alles vorbei.

 

Am Flughafen haben wir dann noch eine Zeit gewartet, da uns zwei Au Pairs fehlten, aber ca. gegen vier ging es dann mit dem Bus weiter. Das erste Mal an der Skyline und an der Freiheitsstatue vorbei.

Und da waren wir uns alle einig, jetzt wussten wir: „Wir sind in New York!“


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