Hallo zusammen,

Sommerpause, Sommerloch, Testspiele und Turniere satt im TV. Da passt die Diskussion um das neue, einheitliche Spielgerät der DFL doch prima dazwischen.
Unberechenbar sei das runde Teil, das möglichst oft im Kasten des Gegners landen soll.
Das kann ja lustig werden. Ich verstehe die ganze Aufregung aber überhaupt nicht, wenn die „Torfabrik“, so der Name des Balls, so ein schlimmes Teil für die Torleute sein soll, dann ist er es doch für den Keeper der Heimmannschaft genauso „gefährlich“, wie für den der Gäste, oder?
Da ist mir als Zuschauer ein 4-3 doch lieber, als ein quälendes 1-0. Na klar, ein Torwart möchte möglichst „zu Null“ spielen, und in Deutschland haben wir schon gute Torleute, aber die, die sich von den Guten noch etwas abheben, die werden auch Mittel und Wege finden die Torfabrik zu stoppen.  
Außerdem haben die Klubs das neue Spielgerät schon im Einsatz. Während die Kollegen vom Feldbetrieb sich mit Medizinbälle und bergige Landschaften beschäftigen, müssen die Goalies halt die ein oder andere Physikstunde oder einen Grundkurs in Bal(l)istik einschieben.
Zugegeben, ich höre uns schon meckern, wenn so ein Flattermann aus 35 Metern im Kasten einschlägt, und wir den mit der Mütze gehalten hätten, oder mit der Brust angestoppt, und einen langen Pass zur Gegenattacke gespielt hätten.
Vielleicht wird ja auch die ewige Bestmarke von Gerd Müller von vierzig Saisontreffern geknackt, wenn der unmögliche Ball den Torhütern nur so um die Ohren rauscht.
Die Taktik könnte auch geändert werden, nicht mehr Doppelpässe bis auf die Torlinie, sondern pausenlos Schüsse aus der Distanz, könnte das neue Erfolgsrezept heißen.       
Haufenweise Statistiken und unzählige Datenbänke werden uns schon darüber informieren, ob die erzielten Treffer zu soundsoviel Prozent der Torfabrik zuzuordnen sind. 
Jetzt ist aber genug. nehmt das Ding und haut es in den Knick, und fertig.

Tschüß, bis die Tage

R.A.

P.S.: vielleicht findet mit dem neuen Spielgerät Ivan Rakitic bei seinen (Alp)Traum Eckstößen mal einen blauweißen Abnehmer im gegnerischen Strafraum.


Über die Autorin/den Autor:  Rainer Aschmoneit schreibt unseren Schalke-Fan-Blog. Der leidenschaftliche Schalke-Fan aus Hamm kommentiert die großen und kleinen Geschichten rund um den S04 mit viel Witz und Selbstironie. Alle Beiträge der Autorin/des Autors: