Bloed, wenn man vom Hotel nur den Strassennamen hat, aber keine Hausnummer. Bloeder, wenn der Strassenname dann auch nicht stimmt. Da hilft nur rumfragen. An einer Kreuzung in der Kloof Street, die laut Reisefuehrer von den Einwohnern auch "Herz der Stadt" genannt wird, treffen wir auf die Suedafrikanerin Rebecca. Mit leuchtenden Augen verfolgt sie das Spiel auf einer Leinwand. Da faellt das 1:0. Sie springt auf und jubelt, genau wie alle anderen. Stuehle stuerzen um, Vuvuzelas klingen von ueberall her. "Come on, Bafana! You can do it!" ruft sie. Dann dreht sie sich zu uns. "Are you from Germany?" Wir nicken. Lachend reicht sie uns die Hand. "Gruess Gott!" sagt sie.

Ihr Sohn telefoniert quer durch die Stadt, um die Adresse zu bekommen. Auch andere helfen mit. Das ist Gastfreundschaft. Leider ohne Erfolg. Schliesslich nehmen wir unseren Mietwagen und fahren um die naechste Ecke. Und tatsaechlich. Das "More Quarters" liegt vor uns.

Dann schnell ins Stadion. Uruguaz gegen Frankreich. Tausende stroemen in Massen Richtung Arena. Das Green Point Stadium ist schon von Weitem zu erkennen. Hell erleuchtet thront es da unweit der Waterfront, dort, wo das Nachtleben pulsiert. Drinnen ist es wie im Bienenstock. Die Troeten der Fans machen einen ohrenbetaeubenden Laerm. Im Spiel passiert nicht viel. Dafuer auf den Tribuenen: Nach zehn Minuten schwappt die La Ola durchs Stadion. Ein gelungener WM-Auftakt.


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