Frohe Ostern zu wuenschen kommt nun vielleicht ein bisschen zu spaet, sodass ich einfach einen Frohen Sommer wuensche und hoffe, dass alle Schokoeier gefunden wurden, ansonsten werden sie wohl hoffentlich bald schmilzen…

Auch wenn ich etwas hinten dran haenge mit meinem Schreiben, berichten moechte ich dennoch…

Wir haben hier am College 4 Tage frei bekommen ueber Ostern (Freitag-Montag) und da man als Student in jedem Fach in einem Semester 3 mal unentschuldigt fehlen darf, habe ich einfach nie gefehlt und mir dann eine komplette Woche freigenommen. Lohnt sich irgendwie mehr als einfach mal 3 Tage reinzuschlafen… Ja, ueber die Zeit ist mich dann eine Freundin von mir aus Deutschland, Hagen besuchen gekommen und wir sind gemeinsam zu einer Freundin von mir namens Jackie nach Arizona geflogen.

Woher ich Jackie kenne? Jackie hat mit mir hier am Hannibal-LaGrange College studiert. Sie hat nach meinem 1. Semester allerdings hier ihren Bachelor- Abschluss gemacht. Christian Education. Daher hatte sie mich eingeladen sie doch zu Hause besuchen zu kommen, was ich dann eben auch glatt tat ueber Ostern ein paar Monate spaeter.

So waren wir 3 Maedchen zusammen bei Jackie zu Hause. Sie wohnt circa 20min mit dem Auto von Downtown Phoenix entfernt. Ihr Vater ist bei der Armee und zu der Zeit schon 1,5 Jahre im Ausland, sodass ihre Mama geniesst, dass Jackie nach ihrem Bachelor- Abschluss erst einmal wieder nach Hause gekommen ist.

Wir haben ziemlich viel gemacht und unternommen in Arizona. Wir sind am Dienstag Abend, den 30.Maerz, angekommen. Mittwoch und Donnerstag waren wir in verschiedenen Malls zum Shoppen, und waren im Hard Rock Cafe Phoenix Essen. Da Jackie zu Hause auch einen Pool hat und es circa 30 Grad herrschten, waren wir auch oftmal im Pool. Freitag Abend waren wir mit Jackies ganzer Familie Essen in einem sehr bekannten Restaurant in Phoenix. Das ganze Restaurant besteht aus 2 Etagen und die ganze Zeit spielt ein Musiker eine sehr modernisierte Orgel. Er kann von seiner Orgel aus noch verschiedene andere Instrumente betaetigen, die ueberall in dem Restaurant verteilt sind. das Restaurant war mehr als gut besucht und die meisten bestellten Pizza, die irgendwie besonders sein sollte an diesem Ort. Ja, insgesamt war es ein schoenes Erlebnis und es hat auf jeden Fall Spass gemacht, da die gespielte Musik auch bekannt war und viele Besucher einfach mitgesungen haben.
Am Samstag Morgen mussten wir dann um 4Uhr aufstehen, da wir um 6Uhr am Treffpunkt sein mussten auf dem Militaergelaende, da wir dort einen Trip zum Grand Canyon gebucht hatten. Zuerst dachte wir schon, dass wir die Busse dorthin verpasst haetten, da wir sie nicht finden konnten, doch dann hattenw ir doch noch Glueck und haben sogar erfahren, dass wir alleine fahren wuerden, also nur der Tourguide und wir, da alle anderen, die urspruenglich geplant hatten mitzukommen, abgesprungen waren. So fuhren wir also in einem kleinen Van mit dem Busfahrer zusammen von Phoenix zum Grand Canyon. Die Fahrt dauerte 4,5 Stunden. Angekommen, hat uns unser Busfahrer am Mittelpunkt abgesetzt und dann durften wir selber noch die letzten Schritte gehen um dann endlich den Grand Canyon selber zu sehen. Und dann war es so weit. Vor uns erstreckte sich der Grand Canyon. Ein sehr sehr… krasser Anblick. Es war einfach unglaublich und vor allem nicht in Worte zu fassen. Es war so weit, so gross, so tief, so schoen, so faszinierend und so atemberaubend.
Wir sind noch ein wenig entlang des Ausblicks gegangen und so faszinierend der Ausblick auch war, so langweilig wurde es auch mit der Zeit. Denn der Grand Canyon ist unbeschreiblich gross und somit sieht es auch nach 3km nicht wirklich anders aus als 3km zuvor. So sind wir zu den verschiedenen Aussichtspunkten gegangen oder auch mit dem Bus gefahren, der extra von Punkt zu Punkt faehrt fuer die Touristen. Nach 4 Stunden ging es dann wieder zurueck nach Phoenix. Ja, irgendwie schon fast traurig nicht seitenlang ueber den Grand Canyon zu erzaehlen, aber ich muss wirklich sagen, dass ich nicht genau weiss, wie ich den Anblick in Worte fassen soll und der Grand Canyon ist eindeutig einzig und allein der Ausblick. Aber ich empfehle allen, die irgendwann einmal in die USA kommen wollen und verschiedene Attraktionen sehen wollen. Der Grand Canyon ist eindeutig einen Besuch wert!!!

Am Sonntag war dann Ostersonntag. Ostersonntag hiess es dann wieder frueh aufstehen. Wir mussten um 7Uhr morgens an Jackies Kirche sein, da ihre Kirche einen bunten Tag gestaltete fuer alle Kinder und Erwachsene. Fuer die Kinder wurden draussen Spiele aufgebaut und das Wetter spielte zum Glueck auch mit. Dieser ganze Tag an der Kirche erinnerte mich eher an ein grosses Spielfest, als an Ostern in der Kirche, aber dafuer sind die Baptisten ja inzwischen bekannt. Christliche Feste so angenehm, spassmaessig und verstaendlich wie moeglich zu machen. Haben dann nachmittags auch noch Eier bei Jackie zu Hause angemalt, allerdings gekochte Eier. Eier auspusten/ausblasen kennen sie hier in den USA nicht. Den restlichen Tag haben wir dann nur noch relaxt, da wir noch vom Ausflug zum Grand Canyon total ausgelaugt waren.

Am Montag waren wir dann mit einem Onkel von Jackie an einem Canyon Lake, der auch wieder 4 Stunden entfernt lag von Phoenix. Sind eine total tolle Strasse dorthin lang gefahren mitten durch die Landschaft. Es war unglaublich. Kakteen mindestens 3m hoch, und dann erst der See. Der See sah so unberuehrt aus, wie ich selten etwas gesehen habe und um den See herum der Canyon. Die Farben waren unglaublich klar und auf dem wasser wehte eine seichte Brise. Zum Angeln sind wir nicht so wirklich gekommen, da wir viel mehr damit beschaeftigt waren Fotos von dem tollen Ausblick zu machen. Auf dem Rueckweg machten wir dann noch kurz Stopp in einer kleinen Ortschaft, die genauso aussah wie die Ortschaften in einem Kinofilm ueber den Wilden Westen.

Am Dienstag waren wir dann noch Downtown Phoenix ansehen und haben dann abends unsere Sachen gepackt, da wir am Mittwoch wieder zurueck zum College in Missouri fliegen mussten.

Eines habe ich gelernt…
neben der Tatsache, dass ich den Grand Canyon noch einmal an einer total anderen Stelle sehen moechte…
…durch diesen Trip: Ich liebe den Sueden der USA und ich weiss, dass ich noch einmal dort hinfliegen/ hinfahren werde.


Über die Autorin/den Autor:  Yaila Zotzmann studiert in den USA. Die Wernerin lebt in Mississippi. Dort hat die Basketballerin ein Sport-Stipendium bekommen. Was sie in den Staaten erlebt, darüber berichtet sie im Blog. Alle Beiträge der Autorin/des Autors: