Maria – die Mutter Gottes – ist nach ihrem Tod mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen worden. Die Apostel fanden nach ihrem Tod anstatt ihres Leichnams nur noch wohlriechende Blumen vor. Einige Pflanzen waren sogar Kräuter und Heilpflanzen. (Zum Andenken daran werden im Rahmen des Festes Mariä Himmelfahrt am 15. August Kräutersträuße geweiht = Kräuterweihe)

Zu den Marien-Blumen gehört unter anderem das Maiglöckchen und der Rosmarin als Sinnbild der Jugend und der reinen Liebe, das Duftveilchen als Symbol großer Bescheidenheit und die Lilie als Zeichen der Reinheit.

Das Gänseblümchen, auch Marienblümchen genannt, drückt Bescheidenheit und Unschuld aus, Lavendel steht für Demut. Das Stiefmütterchen mit seinen dreiteiligen Blüten symbolisiert die Dreifaltigkeit des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes. Aber auch das Hornveilchen, der Sauerklee und die Erdbeere stehen mit ihren dreiteiligen Blättern für den gleichen Sinn. Die zierliche Walderdbeere oder die Ziererdbeere reiht sich ebenso in diese bunte Vielfalt ein.

Doch sind es Lilie und Rose, die bei uns am häufigsten mit Maria in Verbindung gebracht werden.

Rosen zählen für viele von uns zu den Lieblingsblumen. Sie sind zweifellos die edelsten Vertreter unter den Blumen. Diese „Königin der Blumen“ wird gerne mit der Muttergottes in Verbindung gebracht. In der Lauretanischen Litanei grüßen wir Sie als „Rosa mystica“, als geheimnisvolle Rose. Bei aller Schönheit besitzt jede Rose Dornen. Im Gegensatz zur Pflanzenwelt ist jedoch „Maria die Rose ohne Dornen“ (vgl. 2. Strophe vom Marienlied: Meerstern, ich Dich grüße). Sie ist völlig makellos, denn Maria ist die „Immakulata“(Unbefleckte). Maria blieb ohne die Dornen der Sünde, damit sie für denjenigen, der ohne Sünde ist, eine würdige Wohnung bietet. Aus dieser Rosa mystica ist der Erlöser herausgewachsen, Christus, der Sohn Gottes selbst.

Die weiße Lilie ist ein altes und weitverbreitetes Licht-Symbol. Daneben gilt sie, vor allem in der christlichen Kunst, als Symbol der Reinheit, Unschuld und Jungfräulichkeit (besonders häufig auf Mariendarstellungen, z.B. sehr oft im Zusammenhang mit der Verkündigung durch den Erzengel Gabriel).

Eine Lilie, die auf Darstellungen Christi als Weltenrichter aus dessen Munde hervorkommt, ist ein Symbol der Gnade.
Die Bibel spricht von den Lilien auf dem Felde als einem Symbol der Hingabe an Gott.
Die Lilie ist außerdem ein altes Königs-Symbol und spielt auch in der Heraldik eine wichtige Rolle von wechselnder Bedeutung, so kann sie z.B. auf das Patronat der Gottesmutter Maria verweisen, oder, mit deutlicher Dreizahl ihrer Blütenblätter, auf die Dreieinigkeit.

In diesem Sinne „Gute Nacht“


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