Hallo zusammen,

250.000 Euro Prämie für jeden Spieler der deutschen Fußballnationalmannschaft, wenn die Truppe bei der anstehenden WM in Südafrika den Titel holt. Ja, Theo, da brauchst du die Geheimzahl für den Geldschrank nicht unter dem Kopfkissen hervorkramen. Natürlich ist noch viel Arbeit, wir haben ja noch 98 Tage, wir mussten ja mal etwas testen, bla bla bla. Wer in neunzig Minuten gerade mal einen Schuß auf das gegnerische Tor zustande bekommt, und ansonsten nur der Musik hinterher läuft, der kann allen ernstes nicht vom Titel sprechen. Die Argentinier haben mich zugegebenermaßen auch überrascht, wie taktisch diszipliniert, und mit ständigem Pressing über fast die gesammte Spielzeit, unserer Elf der Zahn von Beginn an gezogen wurde. In der zweiten Hälfte hatte ich das Gefühl, das wenn Messi und Co. gewollt hätten, sie noch einen Gang hätten höherschalten können. 
Da bleibt noch mehr als sehr viel Arbeit bis zum ersten Auftritt am Kap. Vernünftig ist schon einmal, das der Geldsegen erst ab Erreichen des Viertelfinale auf unsere Elitekicker herabprasseln kann. Und dann könnte es ja wieder gegen die Gauchos gehen.  
Nach dem momentanen Leistungsstand, sollten wir uns aber eher auf das erste Spiel gegen die Australier konzentrieren.
Ich will ja jetzt nicht für schlechte Laune sorgen, und die Vorfreude auf die WM vermiesen, aber je länger ich über unseren möglichen Kader für das bevorstehende Turnier nachdenke, sollte man ein „sensationelles, und völlig überraschendes Vorrundenaus“ vorsichtshalber mit ins Kalkül ziehen.                             
Interessant war auch gestern die Aussage von Franz Beckenbauer, das man langsam Entscheideungen treffen sollte, auch ausserhalb der Mannschaft, oder so ähnlich, habe das leider nicht so ganz mitbekommen. Ich hätte da eine Idee; den Bundestrainer und seinen kompletten Stab jetzt schon entlassen, und mit frischen Kräften ans Werk. Nach der WM hat sich das eh erledigt. 
Einzelkritik der Spieler wäre auch einfach, alle die Bildnote 6, einschließlich ZDF-Reporter Bela Rethi, der schon in der ersten Halbzeit das Spiel ohne jegliche Torraumszenen als gut verkaufen wollte. Wenn ich mir ein Schachspiel, wo ja bekanntlich keine Tore fallen, eher der König, ansehen möchte, dann bräuchte ich nur Donnerstags in die Bürgerhalle gehen, da trainiert nämlich der Pelkumer Schachklub „Caissa“. Lediglich Cacau könnt man mit einer 4 verschonen.              
Klingt ja alles vielleicht ein wenig heftig, aber herumgefaselt wird ja auf den „PK’s“ und vor den laufenden Kameras schon genug.

Tschüß, bis die Tage

R.A.


Über die Autorin/den Autor:  Rainer Aschmoneit schreibt unseren Schalke-Fan-Blog. Der leidenschaftliche Schalke-Fan aus Hamm kommentiert die großen und kleinen Geschichten rund um den S04 mit viel Witz und Selbstironie. Alle Beiträge der Autorin/des Autors: