Hallo zusammen,

Nach unserem Telefongespräch gestern vor der Partie „unserer“ Blau-Weißen in Freiburg, waren mein früherer Mannschaftskollege, damals hieß seine Position noch Vorstopper, und ich uns einig; da musst du als Tabellendritter gegen die zweitschwächste Abwehr der Liga in der ersten halben Stunde Gas geben, die nötigen Buden machen, sodas wir auf dem Sofa gemütlich und ohne Aufregegung das restliche Spiel genießen können. Und? Genau das Gegenteil ist eingetreten. Nix war mit lockerem Samstagnachmittag. Die erste Halbzeit, vor allem die ersten zwanzig Minuten waren eine Katastrophe. Im zweiten Durchgang schien dann alles seinen Gang zu gehen, aber da machte der Schiri und sein Assistent nicht mit, die Bordons Kopfball von der Latte herunterprallend, nicht hinter der Torlinie sahen. Da muß ich in diesem Fall mal eine Lanze für den Schiedsrichter brechen, denn der konnte es von seinem Standpunkt aus wirklich nicht beurteilen, aber sein Assistent, der, im TV herrlich zu sehen, am oberen Bildrand auf Ballhöhe mitlief, und nach Abschluß der Aktion, sogar an der Eckfahne stand, der hätte es sehen müssen.             
Zugegeben, zu diesem Zeitpunkt wäre die Führung für den S04 nicht verdient gewesen, aber wie sagt man so schön, danach hätte hinterher kein Hahn mehr gekräht. Was nutzt das ganze Nachkarten, ist eh nicht zu ändern, nur ärgerlich, das gegen zwei Mannschaften die gegen den Abstieg kämpfen, wie der VfL Bochum, und eben der SC Freiburg, sieben Punkte verschenkt wurden, und gegen die Breisgauer in beiden Partien noch nicht mal ein Treffer erzielt wurde. Das regt mich am meisten auf!                 
Viel Zeit zur Aufbearbeitung bleibt Magath und Co. jetzt auch nicht, vielleicht auch gut so, denn am Mittwoch steht ja schon die nächste Aufgabe an, und die ist nicht nur aus sportlichler Sicht immens wichtig. Also erst einmal wieder den Puls drücken, denn wer weiß, was da an der Bremer Brücke gegen den VfL Osnabrück im DFB-Pokal auf uns zukommt.

Döner, Pommes, Sacher Torte, Bördi und der Himmel über Kasachstan. Das ist nicht unser Speiseplan für heute, samt abendlichen Fernsehprogramm, das hat alles etwas mit den Gegnern unserer Nationalmannschaft in der Quali für die EM 2012 zu tun. Die Truppe von (noch)Bundescoach Jogi Löw muß sich ab September in ihrer Gruppe gegen die Türkei, Belgien, Österreich, Aserbeidschan und Kasachstan durchsetzten, um bei der EURO in Polen und der Ukraine dabei zu sein.

Schönen Sonntag noch, und tschüß, bis die Tage

R.A.


Über die Autorin/den Autor:  Rainer Aschmoneit schreibt unseren Schalke-Fan-Blog. Der leidenschaftliche Schalke-Fan aus Hamm kommentiert die großen und kleinen Geschichten rund um den S04 mit viel Witz und Selbstironie. Alle Beiträge der Autorin/des Autors: