Hallo zusammen,

ich meine jetzt nicht den französischen Ulkschauspieler des Funes, sondern den Cheftrainer des deutschen Rekordmeisters, obwohl eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Gendarm von Saint Tropez auszumachen ist, nur auf sportlicher Basis halt. Während der Franzose in seinen Spielfilmen mit Klamauk alles durcheinanderbrachte, schafft van Gaal das mit seiner Spielanalyse.
Da gewinnt z.B. seine Truppe sicher mit 3-1 in Wolfsburg, aber der niederländische Stabsgeneral faltet seine Truppe mehr oder weniger zusammen. Gestern schafft der aktuelle Champions League Teilnehmer und selbsterkorene kommende deutsche Meister im fränkisch-bayerischen Derby beim Tabellenvorletzten in Nürnberg ein 1-1, und der Trainer des FCB hatte ein gutes Spiel seiner Mannschaft gesehen, und reagierte auf Reporterfragen, die es, wie fast jeder, anders gesehen hatten, ziemlich, nennen wir es aufgebracht. 
Überwiegend Ballbesitz, das Spiel kontrollieren, ab und zu ein gescheiter Pass, und das alles bis zur Strafraumgrenze, mit Verlaub, das bekommt fast jede Erstligatruppe, und sogar einige aus dem Unterhaus hin, aber so eine Chance zu versemmeln, wie es Gomez gestern geschafft hat, das hat schon eine besondere Qualität, ich weiß wovon ich schreibe, oft genug, viel zu oft alles live erlebt, das ist dann kein gutes Spiel mehr!           
Beispiel Bochum – S04 aus der jüngsten Vergangenheit, bis kurz vor Schluss haben die Schalker alles im Griff, führen, dann der Ausgleich in der Nachspielzeit, ja glauben Sie denn, das da noch irgendjemanden die vorherigen neunzig Minuten interessieren? Im Leben nicht, da war das Spiel einfach Sch…e!!! So einen Mist, den sich da der van Gaal ab und an zusammenfaselt bei seiner Spielerklärung, kommt dann doch schon eher wieder der Komik des kleinen fanzösischen Schauspielers nahe, nur das ich darüber garantiert nicht lachen kann.  
Ob es am heutigen Spätnachmittag in Wolfsburg für den S04 etwas zu lachen gibt, steht auch noch in den Sternen. Das Spiel ist Auftakt schwerer Wochen, die vor der Magath-Truppe liegen. Ausgerechnet an der Stelle, wo er die Gastgeber zur ersten Meisterschaft geführt hat, wollen die gegen ihren früheren Chef den Schalter umlegen. Zumindest ein Remis in der Autostadt wäre gut für das Selbstvertrauen in Aussicht auf die nächste Partie am kommenden Freitag in der Arena, wenn es zu DEM „Revierderby“ kommt. Live werde ich von dem heutigen Spiel nicht viel mitbekommen, denn bei der Geburtstagsfeier unserer Jugendleiterin der Schiessgruppe, wird das TV wohl aus bleiben, obwohl ihr Mann, unser Schiessgruppenleiter Fußballfan ist (Hamburger SV) und Sky vorhanden ist. Vielleicht gibt es ja zwischen Kaffee und Abendessen mal einen kurzen Blick nach Wolfsburg via TV, denn die Gäste sind zu fünfzig Prozent königsblaue Anhänger, aber sie ist ja heute die Chefin.

Schönen Sonntag allen, und tschüß, bis die Tage

R.A.

P.S.: Danke, Herr Witteborg, aber als Archäologe bin ich wohl noch zu „jung“:-)


Über die Autorin/den Autor:  Rainer Aschmoneit schreibt unseren Schalke-Fan-Blog. Der leidenschaftliche Schalke-Fan aus Hamm kommentiert die großen und kleinen Geschichten rund um den S04 mit viel Witz und Selbstironie. Alle Beiträge der Autorin/des Autors: