Hallo zusammen,

die letzten Tickets sind vergeben. Gestern schaffte es der Verfechter der Mauertaktik mit erfahrenen Spielern durch einen Sieg in der Ukraine, im stolzen Alter von nun fast 71 Jahren, zu seiner ersten WM als verantwortlicher Trainer zu fahren. Die vorausgegangenen neunzig Minuten müssen Otto Tor-, äh sorry, Rehagel ganz schön zugesetzt haben, denn wie er mit dem Reporter der ARD beim Interview in den Katakomben des Stadions umging, war nicht gerade Gentleman like, sondern eher E-Bergeborbeck, ohne den Einwohnern der Ruhrgebietsstadt damit nahe treten zu wollen, wenn Sie wissen was ich meine. Die Journalisten werden schon die Namen kennen, die „Rehakles“ auf das Feld schickt, aber wenn vorne nur eine Spitze herumläuft, dann ist da auch nur eine zu sehen. Es wäre ein Novum, wenn O.R. in seinem hohen Traineralter, und zig-jähriger Tätigkeit, plötzlich mit drei Spitzen spielen lassen würde, wenn er denn überhaupt echte in seinem Kader hat.       
Egal; Aufreger war für mich gestern der Ausgleichstreffer der Franzosen gegen die tapfer kämpfenden Iren. Ein klareres Handspiel, und das gleich in doppelter Ausführung, gibt es auch selten zu sehen, oder man sieht es, oder will es nicht sehen, wie der Pfeifenmann gestern im Stade du France. Da geht einem selbst als fast neutraler, ich hätte es den Iren gegönnt nach Südafrika zu fahren, Zuschauer die Hutschnur hoch. Tatsachenendscheidung, bla, bla, bla, fürchterlich.                                             
Unsere Nationalmannschaft hat abschliessend nach den traurigen Tagen noch das Beste aus der Begegnung gemacht. Das war noch einmal eine würdige Geste aller Beteiligten für Robert Enke.    
Nicht ganz so glücklich sah allerdings Manuel Neuer beim ersten Treffer der Ivorer aus. Habe ich auch nicht verstanden, den mit dem Ball am Fuß, kann er doch auch ganz passabel umgehen. Am Führungstreffer der Elfenbeinküste, tolle Truppe übrigens, war er machtlos. Gut das Poldi in der Nachspielzeit noch ausgleichen konnte. Das Remis als Jahresabschluss ist ok, nur am Samstag gegen Hannover 96 darf Neuer so eine Schote nicht noch einmal passieren.

Tschüss, bis die Tage

R.A.


Über die Autorin/den Autor:  Rainer Aschmoneit schreibt unseren Schalke-Fan-Blog. Der leidenschaftliche Schalke-Fan aus Hamm kommentiert die großen und kleinen Geschichten rund um den S04 mit viel Witz und Selbstironie. Alle Beiträge der Autorin/des Autors: