Archive for November, 2009

Endlich habe ich wieder Zeit für eine etwas längere Meldung von mir, denn durch einen glücklichen Zufall musste ich nicht den Zug nach Münster nehmen, stundenlang am kalten Bahnhof stehen und dann mein Zeug durch die halbe Stadt schleppen – nein, ich wurde mit dem Auto mitgenommen, juhu. So habe ich mindestens 45 min gespart. Der erste Advent… die Zeit vergeht so schnell, dass ich mich immer wieder daran erinnern muss, auf der anderen Seite habe ich das Gefühl, Lebkuchen und Schokonikoläuse liegen schon sein Monaten in den Regalen, sodass die Weihnachtszeit praktisch schon vor langer Zeit begonnen hat. So richtig in Stimmung bin ich dank der vielen Arbeit und anderem Stress noch nicht, aber langsam scheint ja auch das Wetter mitzuspielen, Advent und eine dünne Regenjacke – das passt jawohl gar nicht zusammen… Seit einer Woche wird in meinem Wohnheim bereits gewichtelt. Immer wieder eine Freude, morgens aus dem Bett zu klettern, denn es könnte ja wieder eine kleine Überraschung vor der Tür auf dich warten, den gewichtelt wird im Prinzip jeden Tag, ein Teebeutel, ein Schokoriegel, ein Gedicht, eine Mandarine… Kleinigkeiten, auf die man sich trotzdem schon jeden Abend vorher freut. Aber auch selbst ein Wichtel für jemanden zu sein, ist toll und ich habe auch schon viele weitere Ideen, was ich verschenken kann. Aber das kann ich natürlich nicht verraten – bis zur Weihnachtsfeier muss es ja geheim bleiben, wer wen bewichtelt…

Ich wünsche allen eine wunderschöne Adventszeit, in der alle einmal zur Ruhe kommen und wenigstens über die Feiertage Zeit für sich und ihre Familien haben. Einen schönen 1. Advent!DSCI0220

Hallo zusammen,

Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude, und wenn man dann auch noch beschenkt wird, ist es um so schöner. So geschehen gestern am Vorabend des ersten Advent in Mönchengladbach, genauer gesagt im Borussia-Park, bei der Partie des heimischen VfL gegen den FC Schalke 04. Die Gladbacher freuten sich über ein ausverkauftes Haus, die Schalker auf eine kurzzeitige Tabellenführung. Das mit der Tabellenführung wurde erstmal nichts, und das zurecht. Wer so in Geberlaune ist wie unsere Abwehr in der fünften Minute, und anschließend als Gast höflich darauf verzichtet den Gladbacher Torhüter in Schwierigkeiten zu bringen, hatte gestern nicht einmal die Heimfahrt mit dem Bus verdient. Da hätte Gerald Asamoah mit seinen Kameraden den ausgefallenen Fußmarsch über die Autobahn locker nachholen können. Dann wäre wenigstens Bewegung in die Truppe gekommen. Zwei Höhepunkte aus Schalker Sicht gab es dennoch zu verzeichnen. Zum einen die vierte Gelbe für Rafinha, taktisch clever gemacht, so kann er sich am kommenden Sonntag gegen Tabellenschlusslicht Hertha wieder ausruhen, um dann in der nächsten Partie bei Werder Bremen die fünfte Gelbe zu kassieren, und so seinen Urlaub wieder einmal selbstständig verlängern, denn schon am 28. 12. wieder zum Taining antreten, und nur ein paar Tage in der brasilianischen Heimat bei Frau und Kind, das geht gar nicht. Der andere war der fulminante Versuch Bordons in der 77. min mit einem Gewaltschuss aus der Distanz noch zum Ausgleich zu kommen. Ziel knapp verfehlt. Der Ball ist wahrscheinlich jetzt noch auf dem Flug Richtung belgische Grenze, und wird da in einem Meer von Pralinen und Fritten versinken. Soll ich jetzt von Rückfall in alte Zeiten sprechen? Nein, irgendwann musste ja mal eine Niederlage kommen, aber nicht so kläglich!                             
Da träumen wir gleich lieber von alten Zeiten, wenn Stefan Bartha aus seinem neuen Buch „Mein Parkstadion“ vorliest, und das Ganze von Jens „The Voice of Lippewelle“ Heusener moderiert wird.         
Hoffentlich hält sich das Wetter einigermassen, denn anschließend geht es noch auf den Pelkumer Weihnachtsmarkt, der nur alle drei Jahre rund um die Pelkumer Jakobuskirche stattfindet. Ein Muß, nicht nur für Pelkumer.

Schönen ersten Advent allen

Tschüß, bis die Tage

R.A.

Hallo zusammen,

die Fußballinteressierten schauen heute nach München. Nein, die Bayern spielen nicht, und auch die CSU hat keinen Parteitag oder so etwas ähnliches. Regen und Sturm jagen über die Republik, die Schweinegrippe treibt ihr Unwesen, der Wettskandal im Fußball steckt noch in den „Kinderschuhen“, und just in diesem Moment legt der Manager des FCB , Uli Hoeneß, seinen Brieföffner in die Schreibtischschublade zurück, um dem „Kaiser“ das Zepter zu entreissen. Alles legal, ohne Putsch, und von langer Hand vorbereitet. Nun bin ich ja nicht unbedingt ein Anhänger des deutschen Rekordmeisters, aber vor Uli Hoeneß, und seiner in dreißig Jahren geleisteten Managertätigkeit, ziehe ich meinen Hut. Da wird etwas fehlen, vor allem in der Medienlandschaft, denn als neuer Präsident der Bayern, kann, ja muss der Uli sich weiter schützend vor seinen Klub stellen, aber das Poltern und Bollern, wird wohl in einem etwas anderen Niveau vonstatten gehen, ohne seine Deutlichkeit zu verlieren. Der „Kaiser“ Franz geht in die Ehrenloge, und wird von da aus auch noch oft genug seine Kommentare zu gegebener Zeit loslassen. Stelle mir gerade die beiden älteren Herren aus der Muppetshow vor. Das ist jetzt aber keine Majestätsbeleidigung. Ach ja, für Hoeneß gibt es ja auch einen Nachfolger. Christian Nerlinger, hat mal bei den Bayern gespielt, ist so um die Hälfte schmaler als sein Vorgänger, schleppt aber jetzt schon eine Tonnenlast mit sich herum. Der Geist des Managers Uli Hoeneß wird noch für sehr lange Zeit in der Münchener Arena und über der Säbener Straße schweben.                    
Eher mehr irdischer geht es da für den S04 morgen in Gladbach zu. Die Borussen mit dem Schwung eines Auswärtssieges, und die Königsblauen als Tabellendritter, das wird mal wieder eine spannende Sache im Borussia-Park, morgen, wenn es schon dunkel ist im Lande.                 
Kurz noch ein Satz zu unseren Champions League Teilnehmern. Alles noch drin, für alle drei, wobei für mich , die schon „totgesagten“ Stuttgarter es am ehesten schaffen werden, in das Achtelfinale ein zuziehen. So eine Pleite wie zu Hause gegen die Türken, wird der adlige Kaugummikauer von Old Trafford nicht noch einmal erleben wollen, deshalb schlechte Karten für unseren amtierenden Meister, da wird wohl Schützenhilfe nötig sein. Bayern in Turin, vielleicht bringt der Wechsel von Uli Hoeneß ja was, und jetzt langsam Einstimmen auf den 14. Spieltag mit dem heutigen Abstiegskandidatenduell Bochum gegen Köln.

Tschüß, bis die Tage

R.A.

Hallo zusammen,

gestern war Abstiegskampf für unsere Mannschaft bei den Rundenwettkämpfen des Stadtverbandes der Hammer Schießgruppen angesagt, und es ging kräftig in die Hose. Gegen das Tabellenschlusslicht, und direkten Kontrahenten im Kampf um den Klassenerhalt, aus dem Hammer Norden, mussten wir eine empfindliche Heimpleite einstecken. Mit meinem Ausfall hat das aber nichts zu tun, einige Schützen, die sonst Garanten für ein gutes Eregebnis waren, blieben gestern weit unter ihren Möglichkeiten. Lediglich unsere beiden Schlingenschützen Irmgard und Peter erreichten Normalform, bzw. konnten ihre Leistung steigern. Das war ein herber Rückschlag für das Ziel Klassenerhalt. Beim nächsten Wettkampf hängen die Trauben ebenfalls unerreichbar hoch, geht es doch zu einem Topanwärter für den Aufstieg in die Mark. Da kann es nur darum gehen, den Gesamtdurchschnitt zu steigern.                             
Gesteigert hat sich gestern zweifelsohne der VfB Stuttgart in der Champions League. Mit dem ersten Sieg überhaupt in der Königsklasse, bewarten sich die Schwaben noch alle Chancen, aus eigener Kraft die Ko.-Runde zu erreichen. Die kann sich der FC Liverpool leider demnächst im TV ansehen, und wenn es schlecht läuft, der FC Bayern auch. Obwohl, ein Finale Bayern gegen Liverpool in der Europa League, hätte doch ein gewisses Flair, mehr jedenfalls als beispielsweise Rubin Kasan gegen Standart Lüttich in der Königsklasse, wenn das auslosungstechnisch überhaupt möglich ist. Aber, wenn diese Mannschaften es sportlich geschafft haben, dann haben sie es auch verdient.          
Wird wieder ein spannender Fußballabend nach dem Schießtraining, bei beiden Veranstaltungen bin ich dieses mal nur Zuschauer.
Zu der wetterei schreibe ich heute mal nichts, aber ich könnte doch mal eine Wette für heute platzieren. Wie wäre es mit Bordeaux gegen Juventus? Da wette ich auf ein 0-0, Bordeaux verschießt in der 82. Min einen Foulelfmeter, und in der 90.+6 jagen die Turiner einen Handelfer Richtung Atlantik. Beim ersten Elfer sieht der Verursacher Gelb-Rot, und beim zweiten, klar wegen absichtlichen Handspiels, Knallrot. Wieviel würde da wohl bei rausspringen?

Tschüß, bis die Tage

R.A,

Hallo zusammen,

momemtan regnet es mal nicht! Im Gegensatz zu Gestern, wo man ja eigentlich keinen Hund vor die Tür jagt. Aber da genau muss er ja mal hin, ob wir wollen oder nicht, aber er muss. Zum Doc musste ich auch, und die Röntgenuntersuchung hat ergeben, das ich mit meiner Speichenaktion ziemliches Glück im Unglück hatte, und ich um eine Op herumkomme. Gut zwei Wochen muss das schmückende Beiwerk, mittlerweile in blau-weiss, noch getragen werden, bis zum nächsten Fotoshooting. 
Für Königsblau ist das Wochenende, rein sportlich gesehen, gut gelaufen. Samstag nach Gladbach.
Übrigens, einen kurzen Schwenk in Liga zwei, der momentane Tabellenstand würde mir auch am Saisonende gefallen, und da bin ich mir ziemlich sicher, nicht nur mir. Natürlich müsste dann St.Pauli in der Relegation noch die Nase vorn haben.              
Das beherrschende Thema wird in den nächsten Tagen und Wochen wohl leider der Wettskandal bleiben. Was das jetzt schon für Ausmaße annimmt. Spitze eines Eisberges ist da wohl masslos untertrieben. Für mich ist das augenblicklich so wie das Weltall, ich sehe wohl jede Menge Sterne, aber darüberhinaus, und noch weiter entfernt befinden sich noch weitere Galaxien; dafür reicht mein Horizont nicht mehr, unvorstellbar. Was sollen wir uns als einfacher Anhänger, der trotz und alledem immer noch „schönsten Nebensache der Welt“, die Köpfe heissreden, wenn wie gestern, der Präsident des DFB, Dr. Theo Zwanziger, in einer Pressekonferenz ganz klar und ohne Umschweife erklärt, das der Verband ohne Hilfe der Staatsanwaltschaft, machtlos dieser hochsensibelen Angelegenheit gegenübersteht. Selbst unser „Kaiser“ Franz Beckenbauer war überrascht, auf was man sogar noch während des Spiels alles wetten kann, ich allerdings auch. Das ist ein Riesensumpf, der wird nie trockengelegt, vielleicht ein wenig eingedämmt, aber mehr nicht, und darüber sich die Gehirnzellen zu zermartern bringt auch nichts, dann verlieren wir am Ende noch den Blick für das Wesentliche, und das ist immer noch der Sport, und der lebt!                                       
Wie lange unsere drei Vertreter in der Champions League noch überleben, werden wir ab heute erfahren. Alles noch drin, aber ob ausgerechnet in der Königsklasse der Knoten bei den Bayern und den Stuttgartern platzt? Schaun mer mal.       
Es regnet immer noch nicht!

Tschüß, bis die Tage

R.A.

Guten Morgen,

normalerweise würde ich um diese Uhrzeit längst in der Uni sitzen und erst am späten Nachmittag wieder hier sein, doch meine Übung „Gesprächsforschung“ ist ausgefallen, die Dozentin ist krank. So habe ich endlich ein bisschen Zeit, mich um liegengebliebene Arbeit zu kümmern. Trotzdem geht es um 10 weiter, auch wenn das Wetter mich nicht gerade einlädt, mich nach draußen zu begeben… Hoffe ich schaffe noch einiges heute.

Hallo zusammen,

und er hat es schon wieder getan. Felix Magath schickte wieder einen Youngster auf den Rasen der Arena, und der schlug eiskalt zu. Nur wenige Sekunden lagen zwischen der Einwechselung Jan Moravek’s, seinem Treffer zum 2-0, und dem Abpfiff. Effektiver geht es ja wohl nicht. Erste Ballberührung, Tor, Jubeln, Abpfiff, Schicht beendet. Moravek, der mit seinen Toren in der vergangenen Saison den tschechischen Zweitligisten Bohemians Prag zurück in Liga eins schoss, ist der nächste der jungen Garde, die sich unter Felix Magath anschicken, den sogenannten Etablierten mächtig Feuer unter dem Hintern zu machen. Erstaunlich, das der Schalker Coach auch Joel Matip durchspielen ließ, nix mit Schonung nach z.B. siebzig Minuten. Es tut sich von Tag zu Tag mehr in und um die Arena für ein „neues“ Schalke. Selbst ein gesetzter wie Benni Höwedes, immerhin U21 Europameister, wurde gestern zum Bankdrücker.                 
Der Sieg gestern war durchaus verdient, auch wenn die bei Angriffen vor allem über die linke Seite, die Hannoveraner gefährlich waren, und durchaus ihre Chancen für einen Treffer hatten, die aber spätestens ein gestern souveräner Manuel Neuer im Schalker Gehäuse zunichte machte. Nach flottem Beginn, ließ das Spiel nach einer Viertelstunde etwas nach. Erst nach dem herrlichen Kopfballtreffer von Jefferson Farfan nach Ecke von Rafinha, legten die Königsblauen einen Gang zu, und schienen die „zweite Luft“ zu bekommen, wärend bei den Hannoveranern langsam die Kräfte schwanden. Kevin Kuranyi musste eigentlich zwei Minuten nach der Führung den Sack zumachen, aber da war wieder das leidige Problem, alleim vorm Tor. Aber es gab ja noch Jan, den 20jähringen Tschechen, der mit seinem Blitztor dafür sorgte, das Königsblau ein entspanntes Wochende verleben kann.

Schönen Sonntag noch

Tschüß, bis die Tage

R.A.

Hallo zusammen,

die Leitung ist länger geworden, die von Gazprom für den FC Schalke 04, im Klartext, es strömt mehr Kohle, und das jetzt bis 2017 vom russischen Gaszaren und Hauptsponsor des S04. Wie und was da für ein Deal Clemens Tönnies wieder einmal gelungen ist, wird wohl nur die Führungstroika der Königsblauen, und damit auch Felix Magath, wissen. Vielleicht eröffnen sich da für die Zukunft etwas mehr personelle Perspektiven für den Schalker Chefcoach, als bislang der Fall war, ohne dabei die gesamtwirtschaftliche Situation des Klubs aus den Augen zu verlieren. Aber das ist Zukunftsmusik, und war auch nur mal so eingeworfen.                         
Heute zählt es, und das gegen Hannover 96. Da wird vom ganzen Drumherum angefangen, sicherlich eine etwas andere Stimmung herrschen als noch vor gut zwei Wochen. Aber mit dem gesamten Spieltag an diesem Wochenende in der ersten und zweiten Liga, an dem noch einmal an Robert Enke gedacht wird, sollten auch zumindest die offiziellen Trauerfeierlichkeiten abgeschlossen sein.      
Wie schnelllebig es speziell im Sport zugeht, beweist doch gerade wieder unser schöner Sport Fußball. Da wird in den Stadien noch einmal an den aus dem Leben geschiedenen Nationaltorwart gedacht, zur gleichen Zeit erschüttert ein erneuter Wettskandal die Ligen in Europa! Auch Deutschland ist mit 32 Spielen im Visier der Ermittler. Frühwarnsystem, Holzer; hat das alles nichts gebracht, oder die Tore noch einfacher geöffnet für die Betrüger? Ich werde mich an den Spekulationen nicht beteiligen, aber wenn wie im Fall VfL Osnabrück, wenn es sich bewahrheitet, Profis Niederlagen in Kauf nehmen, auch auf die Gefahr hin, das die Mannschaft absteigt, dann ist das mehr als bedenklich. Ich lehne mich da auch nicht zuweit aus dem Fenster, ich weiß schon noch was 1971 die Liga erschütterte, aber das hier hat andere Dimensionen.                             
Damit auch genug. Ein Sieg soll es heute werden, Kevin Kuranyi braucht sich ja auch nicht überschweglich freuen bei einem Treffer, Hauptsache er gibt uns auch Anlass zur Freude, und Manuel Neuer darf im Notfall auch ruhig einmal die Haupttribühne oder die Gegengerade in Ballbesitz bringen.

Einen schönen, spannenden Fußballtag allen

Tschüß, bis die Tage

R.A.

P.S.: Gerade links ist das Problem, Herr Witteborg, aber ich habe schon verstanden, danke.

Hallo zusammen,

die letzten Tickets sind vergeben. Gestern schaffte es der Verfechter der Mauertaktik mit erfahrenen Spielern durch einen Sieg in der Ukraine, im stolzen Alter von nun fast 71 Jahren, zu seiner ersten WM als verantwortlicher Trainer zu fahren. Die vorausgegangenen neunzig Minuten müssen Otto Tor-, äh sorry, Rehagel ganz schön zugesetzt haben, denn wie er mit dem Reporter der ARD beim Interview in den Katakomben des Stadions umging, war nicht gerade Gentleman like, sondern eher E-Bergeborbeck, ohne den Einwohnern der Ruhrgebietsstadt damit nahe treten zu wollen, wenn Sie wissen was ich meine. Die Journalisten werden schon die Namen kennen, die „Rehakles“ auf das Feld schickt, aber wenn vorne nur eine Spitze herumläuft, dann ist da auch nur eine zu sehen. Es wäre ein Novum, wenn O.R. in seinem hohen Traineralter, und zig-jähriger Tätigkeit, plötzlich mit drei Spitzen spielen lassen würde, wenn er denn überhaupt echte in seinem Kader hat.       
Egal; Aufreger war für mich gestern der Ausgleichstreffer der Franzosen gegen die tapfer kämpfenden Iren. Ein klareres Handspiel, und das gleich in doppelter Ausführung, gibt es auch selten zu sehen, oder man sieht es, oder will es nicht sehen, wie der Pfeifenmann gestern im Stade du France. Da geht einem selbst als fast neutraler, ich hätte es den Iren gegönnt nach Südafrika zu fahren, Zuschauer die Hutschnur hoch. Tatsachenendscheidung, bla, bla, bla, fürchterlich.                                             
Unsere Nationalmannschaft hat abschliessend nach den traurigen Tagen noch das Beste aus der Begegnung gemacht. Das war noch einmal eine würdige Geste aller Beteiligten für Robert Enke.    
Nicht ganz so glücklich sah allerdings Manuel Neuer beim ersten Treffer der Ivorer aus. Habe ich auch nicht verstanden, den mit dem Ball am Fuß, kann er doch auch ganz passabel umgehen. Am Führungstreffer der Elfenbeinküste, tolle Truppe übrigens, war er machtlos. Gut das Poldi in der Nachspielzeit noch ausgleichen konnte. Das Remis als Jahresabschluss ist ok, nur am Samstag gegen Hannover 96 darf Neuer so eine Schote nicht noch einmal passieren.

Tschüss, bis die Tage

R.A.

Wie lange bin ich schon nicht mehr dazu gekommen, mich zu melden? In der letzten Zeit war einfach richtig viel los, unter anderem die Kirmes, Uni, Referate und auch mein 21. Geburtstag, der natürlich groß gefeiert wurde. Jetzt ist langsam wieder Ruhe eingekehrt, möchte man meinen, aber so ganz stimmt das nicht. Heute war großer Bildungsstreik in Münster und auch in vielen anderen Städten in Europa. Für Chancengleichheit, freie Bildung, mehr Selbstbestimmung, weniger Druck und ein besseres Lernen. In dieser riesigen Menschenmenge, die sich in einem gewaltigen Strom durch die Straßen schob, fühlte ich mich als Teil eines Ganzen und vor allem haben wir für etwas Sinnvolles demonstriert. Mögen unsere Stimmen auch bloß zu den richtigen Ohren durchgedrungen sein…