Archive for Juli, 2009

Nach einem herrlichen langen Wochenende ohne Klausurstress, lernen, Sorgen und auch ohne Internet bin ich jetzt wieder in Münster. Eigentlich ist die Vorlesungszeit vorbei, d.h. so ziemlich das ganze Wohnheim ist leer (so habe ich das Gefühl), aber ich habe die nächste Woche noch ein Blockseminar. Zum Glück haben doch noch nicht alle ganz frei, sonst wäre es für mich wahrscheinlich echt schwer. Klar, ich möchte natürlich auch endlich Ferien haben… Aber diese Woche bekomme ich auch noch herum und dann geht es immer mehr auf die Ferien zu. Und da ich 5/6 meiner Klausuren schon mehr oder weniger erfolgreich hinter mich gebracht habe, habe ich nach meinem Kurs nachmittags und abends Zeit, etwas zu unternehmen. Morgen gehe ich zum Beispiel ins Kino: Harry Potter…

Sonntag, 14. Juni 2009
9:00 Uhr trafen die Ladies in red in Nordbögge ein, dort wurden letzte Verschönerungen in Make up und Haarstyling vorgenommen. Zur gleichen Zeit befand ich mich bereits mit Klaus in Holzwickede, um im Schlossgarten unser Picknickzelt aufzubauen. Das „Haus Opherdicke“ ist ein Wasserschloss auf Bergeshöhe mit Blick ins Tal der Ruhr. Es war früher eine Wasserburg und wurde im Jahre 1176 erstmals erwähnt.

   

Den Frühstücksaufbau überlasse ich immer Klaus, er hat dafür das bessere Talent. Natürlich habe ich ihn, wie sich das unter Männern gehört, mit diesen Fähigkeiten aufgezogen …..
In der Zwischenzeit verfasste ich einen zeitlichen Reihenfolgeplan der Sets und der dazu passenden Modelle. Laut Wetterbericht stand zum Nachmittag Regen an, deshalb die Außenaufnahmen zuerst.

                                       Klaus

 
 

 

 

Circa 10:00 Uhr waren wir mit unseren Vorbereitungen fertig und zehn Minuten später trafen die 16 Models in ihren schönen roten Abendkleidern im Innenhof des Wasserschlosses ein. 

Beim Sektempfang präsentierten mir einige Damen stolz ihre neuesten Errungenschaften im Bereich Schuhe, scheinbar hatte sich das Schuhfieber vom letzten Mal weiter ausgebreitet.
Dieses Projekt fühlt sich an wie eine Party und dies schon am frühen Morgen, man könnte es auch Lebenslust nennen.

 

     

  

   

Vor dem Frühstück machte ich mit unserem jüngsten Model Zoe
(5 Jahre) die ersten Aufnahmen.
Das 1,4/50mm Objektiv eignete sich für diesen Bildaufbau am besten. Ich muss sagen, in der Kleinen steckt schon eine richtige Lady.

 

125° Sonnenwinkel. Nun wurde es Zeit für das Brückenbild „Bewußt – Sein“. Ich ging zum Basislager (Picknickzelt) und wählte für dieses Bild Tanja. In exakt 22 Minuten befand sich die Sonne im idealen Winkel. Für dieses Bild stellte ich mir eine warme Abendszene vor. Die Strahlen der untergehenden Abendsonne reflektieren auf den kleinen Wellen des Wassers im Schlossgraben, werden dort gespiegelt, umspielen das Model und das massive, behauene Brückengeländer und treffen dann auf das 18/35 4,0 Objektiv meiner Kamera.  

 

     

Situation:
Sie hat für ein paar Minuten den Ballsaal verlassen. Sie legt ihre Hände auf die breite, steinerne Brüstung und spürt die warme Abendluft, die über ihre nackten Schultern streift. Hier hat sie den Lebensraum, um einfach nur zu sein.

                                                     Tanja 

Um die Abendstimmung und die Wärme auf die Haut zu bringen, setzte ich zwei Goldaufheller ein, die den Schattenwurf durch das Gegenlicht neutralisieren sollten. Um das Model mehr in der Szene hervorzuheben, worum es hauptsächlich geht, bringt Klaus mit dem zweiten Aufheller im Bereich Gesicht und Dekolletee die doppelte Lichtintensität, welches das Model um eine halbe Blende heller erscheinen lässt. 

 

   

Er muss darauf achten, dass sein reflektierendes Licht nicht unterhalb der Brüstung scheint, um die Schatten der Balustraden nicht aufzuheben.
In einer echten Abendszene wäre der technische Aufwand sicherlich wesentlich geringer gewesen, aber wenn hier an dieser Brücke Abend wird, reflektiert hier gar nichts mehr, denn die Sonne würde eindeutig zu flach stehen und den tiefen Schlossgraben nicht mehr erreichen.

 

 

Nun nahm ich mir vor, ein paar Bilder von Nadja zu machen, um ihre Persönlichkeit und Ausstrahlung vor der Kamera kennenzulernen und um herauszufinden, welches Gefühl sie vor der Kamera rüberbringt, da sie erst nach dem Casting zu uns kam.

Wenn ich eine Szene plane, kann ich mir schon vorstellen, welches Model ich dafür einsetzen werde. Ich bin sehr zufrieden mit Nadja. Sie kommt gut aus sich heraus. Auch für sie werde ich eine passende Szene finden.

   

                                                                                                                           Nadja

    Der Weg zum Schlosspark, welcher in Form eines englichen Gartens angelegt wurde, ist Connys Szene. Die Sonnenstrahlen schimmern durch die großen Buchenbäume und werfen ihre Flecken auf den Boden. Einer dieser Sonnenflecken sollte Connys Körper berühren, denn es sollte eine verträumte, warme Szene werden. Ich entschied mich für das 1,4/50mm Objektiv.

                                                    Conny

Laut Sonnenstandswinkel war nun der ideale Zeitpunkt gekommen für die Szene an dem gemauerten Torbogen, der vom Schlosshof zur Kirche führt. Dies sollte eine sinnliche Szene werden, die mehr in die Tiefe geht. Sinnlich ist für mich das Gegenteil von oberflächlich (Posen). Hierbei gehen die Gefühle in die Tiefe. Das Model wird eins mit ihrem Geist und ihrem Körper. Das ist keine leichte Sache für das Model. Hierfür hatte ich mir Melanie vorgestellt.
Zusätzlich hatte ich den Anspruch, das Model mit dem 200 Jahre alten Gemäuer und der grellen Sonne verschmelzen zu lassen. Dummerweise hatte sich der Himmel in der Zwischenzeit mit vielen Wolken angereichert. So bekamen Melanie und ich jeder unsere Herausforderung.
Das 2,8/300 konnte ich wegen dem diffusen Licht getrost vergessen, daher fing ich erst mal mit dem Weitwinkelobjektiv an. Irgendwie musste ich es schaffen, aus dem diffusen Licht einen Kontrast herauszuzaubern. Um Melanie nicht mit meinen technischen Problemen zu belasten und sie in ihre Stimmung zu bringen, erzählte ich ihr erst mal eine Geschichte.

Ich sagte zu ihr, dass diese Mauer schon ca. 200 Jahre hier steht und dass vor dieser Zeit noch lange nicht an uns zu denken war. Dass es im Laufe dieser 200 Jahre auch eine Hausdame gegeben hat, die hier eines Sonntags von der Kirche zu ihrem Schloss zurück ging.    

Auch heute ist Sonntag. Logischerweise musste sie hier an diesen Treppenstufen in ihr Kleid gegriffen haben, um nicht in dessen Saum zu treten. Hierbei nahm sie sich und ihr Kleid wahr. Da sie Personal hatte, welches sich um die Arbeit kümmerte, hatte sie mehr als genug Zeit, sich ihren Gefühlen und ihrer Weiblichkeit zu widmen. Diese Dame lebt seit einer Ewigkeit schon nicht mehr. Dieses Gemäuer ist der einzige Zeuge der damaligen Zeit.
„Nun Melanie wollen auch wir ein Gefühl unseres Lebens hier verewigen, denn ich denke, dass dieses Gemäuer auch uns überleben wird.“

 

    Melanie begann mit ihrer Aufgabe. Es gibt immer optische Dinge an einem Model, worauf ich mich sensibilisiere und was ich dann auf dem Bild zeigen möchte. Bei Melanie sind es ihre Wangenknochen und ihre Augen. Wir arbeiteten wie ein Team zusammen, obwohl sie die Anweisung bekam, mich nicht mehr zu beachten, dass ich gar nicht da wäre, dass nur sie und ihr Körper existierten, ich aber dennoch mit ihr sprach. Ich fühlte, dass wir uns zu unserem Ziel entwickelten, nur das Licht entwickelte sich überhaupt nicht.

                                                    Melanie

     

Ich setzte alles auf eine Karte und ging ich auf das lichtempfindliche 1,4/50 und gab dem Fotochip mehr Licht als ihm lieb war (Überbelichtung). Der Hintergrund fing an zu verschmelzen. Um Melanies Gesicht wieder eine halbe Blende herunter zu bekommen positionierte ich ihr Gesicht unter die Wölbung des Torbogens. Der geringe Schatten unter dem schmalen Torbogen (sofern man bei diffusem Licht von Schatten sprechen kann, denn wir befanden uns bereits im Schatten) reichte doch tatsächlich aus.

Melanie machte ihre Sache sehr gut und mein Hintergrund zeigte endlich Sonnenlicht, wo gar keins war. Alles verschmolz miteinander, der Hintergrund, das Gemäuer und Melanie. Es war alles so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Ich war mehr als glücklich.

 

Im Eingangsbereich des Wasserschlosses befindet sich ein großer Wandspiegel, dessen Rahmen aus gedrechseltem, dunklen Holz gearbeitet ist. Er erinnert mich an einen Türrahmen, aber das ist eine andere Geschichte. Bei dieser Szene vor dem Spiegel stellte ich mir eine Frau vor, welche sich im Spiegel betrachtet. 

     

Mein Model hierfür sollte Sabine sein. Ich weiß nicht, ob dieser Spiegel schon mal zerschlagen wurde, Sabine hat jedenfalls keinen Grund, wenn sie den Spiegel fragen würde: „Sieglein, Spieglein an der Wand…….“

Sabine und ich haben schon mal zusammen gearbeitet. Hierfür brachte ich die Musik-CD mit, die wir damals benutzten. Ich legte sie ein, drückte auf <Play> und schon gings los.
Zusätzlich wurde Sabine von zwei Studioblitzen mit Reflektorschirmen begleitet.

                                                     Sabine 

Der Spiegel ist im Leben einer schönen Frau, die ihre Weiblichkeit und Schönheit lebt, eine wichtige Sache. Bevor sie das Haus verlässt, braucht sie, wie ich es bezeichne, das „SpiegelOkay“. Das kann auch schon mal länger dauern. Wer hat noch nicht die Erfahrung gemacht, wenn wir Männer uns schon an der Ausgangstür befinden und wissen, dass wir für die Party spät dran sind und sie den Schrank durchwühlt und behauptet, sie hätte nichts anzuziehen. Für uns Männer unverständlich, wo der Kleiderschrank schon aus allen Nähten platzt.
Wenn nun der ungeduldige Ehemann noch drängelt, bekommt sie noch mehr Druck (Anspannung) und dann geht gar nichts mehr. In solchen Situationen gerät der Spiegel in Gefahr ….. 😉

Für das „SpiegelOkay“ ist es wichtig, ein paar Rahmenbedingungen zu erfüllen. Das sind Entspannung ( = Zeit ), Trennung zwischen Geist und Körper, damit schafft man sich ein neutrales Auge, Aufbau der eigenen Körperliebe usw.. Hat sie das Spiegelritual richtig ausgeführt, kann sie das, was sie im Spiegel sieht, genießen, daurch bekommt sie die Ausstrahlung, die sie erst zu einer schönen Frau macht. Nun kann sie das Haus verlassen und wird zusätzlich positive Rückmeldungen von ihren Mitmenschen bekommen.

 

    Jeder der Sabine kennt, kennt auch ihr wunderschönes Lächeln.
Dieses Foto zeigt eine Frau mit Ausstrahlung.

 

 

Nadja und Susanna, unsere beiden jüngsten (außer Zoe natürlich) haben sich schon angefreundet. Ich lies die beiden sich auf ein Sofa im Südflügel setzen und machte ein paar Schnappschüsse. Hierbei sehe ich schon in der Zukunft ein Foto, wo zwei Freundinnen (ich meine ‚beste’ Freundinnen) gemeinsam auf dem Bett im Zimmer der Freundin sitzen, die aktuellen Hits ihrer Zeit hören, Klamotten im Kopf haben und sich ihre Geheimnisse anvertrauen, die Jungens nichts angehen – eben beste Freundin. Nur werde ich als Kulisse eine Schlossräumlichkeit wählen, die mir noch nicht bekannt ist.    

 

   

 

                         Zur Erinnerung an Haus Opherdicke noch ein Gruppenbild.

 

     

Ich bedanke mich auch für die Fanpost zu diesem Projekt und für die mir darin anvertrauten Gefühle. 

 

   

Wie immer auf der Suche nach alten Gemäuern, hier in
15 m Tiefe an der Klostermauer des versunkenen Dorfes Berich.

 

                                                       Mario

Wie geht es weiter? Zunächst gibt es eine kleine Sommerpause. In dieser Zeit werde ich mich mit Klaus der Unterwasserwelt widmen. Wenn die Ferien zu Ende sind werde ich mich für die nächste Location entschieden haben und dann geht es weiter mit den Ladies in red.

 

Meinem Charakter entsprechend freute ich mich mal wieder fast mehr über die Geschenke als das Geburtstagskind selbst. Alles war sorgfältig vorbereitet: frischgebackene Muffins, Servietten, Kerzen, Kaffee. Draußen regnete es – perfektes Klatsch-und-Feier-Wetter. Natürlich war meine Mitbewohnerin echt überrascht (wir hatten alles heimlich vorbereitet) und gerührt. Ob wir denn vor einem Jahr gedacht hätten, dass wir so gute Freunde werden würden? Nein, es kam auf jeden Fall besser als gedacht… ein wirklich gemütlicher Geburtstagsnachmittag und eine willkommene Ablenkung neben der nervenzerreissenden Klausurvorbereitung. Und obwohl es wirklich genug Kaffee zu den Muffins gab, bin ich kurz darauf über meinen Unterlagen eingeschlafen… zwar nur 20 Minuten, aber lange genug, um mich danach wieder konzentrieren zu können. Morgen stehen mir gleich 2 Klausuren bevor, um 10 und um 16 Uhr. Und dann bin ich morgen Abend schon wieder einen ganzen Schritt weiter…

Hallo zusammen,

an diesem Wochenende fliegen sie uns wieder sprichwörtlich um die Ohren, die „Kugeln“. In der Bocksheide in Herringen ist Schützenfest. Auftakt ist Heute, und der Höhepunkt ist am späten Abend der „Große Zapfenstreich“ mit anschließendem Höhenfeuerwerk. Es wäre schade, wenn die Wetterfrösche ausgerechnet für den heutigen Tag einmal mit ihrer Voraussage Recht behalten sollten. Bei Blitz und Donner könnte es den ein oder anderen Rohrkrepierer geben, wenn denn dann überhaupt gefeuert werden kann. Positiv denken, wird schon klappen, denn wir wollen ja dabei sein. Das gilt auch für den morgigen Samstag, wenn wir mit unserem Schützenverein, angeführt von unserem Königspaar Karsten Saemann und Silke Wick, dem Vogelschießen beiwohnen werden.   
Knapp sechzig Kilometer weiter westlich rollt die Kugel an zwei Tagen wieder. In der Arena findet der T-Home Cup statt. Der S04 präsentiert sich nach der anstrengenden Vorbereitung dem heimischen Publikum. Warum eigentlich anstrengend? Hätten die Jungs in den Jahren zuvor auch „richtig“ trainiert, dann hätten sie das Treppensteigen empfunden wie das erklimmen des Olymp. Es heißt ja auch, das die Götter vor dem Erfolg den Schweiß gesetzt haben, oder so ähnlich. Ob da schon zu sehen ist, wie Felix Magath demnächst zu spielen gedenkt? Vielleicht noch ein bisschen früh, aber wie und was er testet dürfte schon interessant sein. Ich werde es mir berichten lassen, denn wir Schützenbrüder- und schwestern sind nicht in der Testphase, sondern mitten in der Hochsaison, und da wird nun einmal kein blau weißes Trikot getragen, sondern der grüne Schützenrock. Aber pünktlich zum Saisonstart der Liga, sind die Feste, die für uns in Frage kommen, alle besucht, bis auf eine Ausnahme, dem abschließenden Höhepunkt der Schützensaison im September, das Stadtkaiserschießen in Ostwennemar.  
Nach einigen Aussetzern wird am Wochenende, so ist es zumindest geplant, unser PC generalüberholt. Ab heute Nachmittag bin ich dann sozusagen offline oder out off order. Ich hoffe mal, das das Gerät zu beginn der nächsten Woche wieder voll funktionstüchtig ist.

Bis dahin allen ein schönes Wochenende

Horrido und gut Schuss( ins gegnerische Tor )!

R.A.

Hallo zusammen,

jetzt hatten wir endlich den Termin für die Tiefbauarbeiten am Abwassersystem, und die zuständige Firma richtete auch pünklich die Baustelle ein, nur so ziemlich der erste Griff mit der grossen Baggerschaufel sorgte bei einigen Nachbarn für die Umstellung des abendlichen Fernsehprogrammes, um genauer zu sein, es fand gar nicht statt, denn die Leitung für das Kabelfernsehen wurde sauber gekappt. Im laufe des späten Nachmittags klopfte es an unserer Wohnungstür, und das Telefon klingelte auch häufiger als sonst. Da wir selber den halben Tag ausser Haus waren, konnte ich erst nach einem Anruf bei der ausführenden Firma, die entsprechende Information weitergeben, mit dem Hinweis, das jetzt alles seinen Gang geht. Jetzt soll heute Mittag, ist ja auch dehnbar der Begriff, der Schaden behoben werden. Ist ja schon erstaunlich wie unterschiedlich der einzelne auf so einne Panne reagiert, einer ist aufgeregt und glaubt das er jetzt nicht mehr telefonieren kann. Dem ist aber nicht so, nur Fernsehen und Radio sind „out of order“. Andere wiederum bangten um ihre Nachmittagsserien, und dann noch die Sportler, die erleichtert meinten, das ja zum Glück die Fußballbundesliga noch nicht am Start ist. Das fehlte auch noch. Stellen Sie sich einmal vor, es ist Freitag, früher Nachmittag, auf der Baustelle herscht schon Wochenendstimmung, eine Aktion noch, dann ist Feierabend, und da genau passiert es, Mattscheibe schwarz. Dann noch technische Probleme beim Anbieter, der Notdienst überlastet, und der X-Spieltag der Bundesliga wird am Abend mit S04 – Wolfsburg eröffnet, am Samstag folgt dann BvB – Bayern und am Sonntag HSV – Stuttgart als Topspiele. Ja dann gute Nacht. Das Getobe bei den Kabelfernsehfußballfans tobt jetzt schon in meinen Gehörgängen. Wollen wir mal nicht alles so schwarz sehen, wie lautete der Schlußsatz einer Sendung im ZDF noch? Alles wird gut.

Tschüß, bis die Tage

R.A.

Endlich hat es geklappt – in einer kurzen Regenpause haben wir am Sonntag im Garten das Fahrrad lackiert, nachdem wir es uns wochenlang vorgenommen haben. Gelb und rot. Nach der Aktion hofften wir aber durchaus wieder aus Wasser von oben, da der Rasen teilweise auch mit gefärbt worden war… am Mittwoch soll noch die Feinarbeit folgen, wobei wir uns noch nicht wirklich auf das richtige Muster einigen konnten. Ich habe im Moment aber auch leider andere Sorgen, morgen steht die erste Klausur dieses Semesters an … da muss ich fit sein. Drückt mir die Daumen…

Hallo zusammen,

gestern war ja ein toller „Sommertag“, die meisten Vorhaben wurden vom Wasser weggespült, sodass ich nach langer Zeit mir mal wieder die Formel 1 angeschaut habe. Das ist ja eine Wissenschaft für sich, allein was da die Reifenwahl betrifft. Sliks, Intermi… oder so ähnlich, Regenreifen, mit und ohne Streifen, viel oder wenig Sprit; ganz schön kompliziert so eine Formel 1 Quali, mit Q1, Q2, und Q3. Ist Fußball da nicht einfacher? Gut, wenn es regnet wählt mann auch längere Stollen für die Pöhler, aber wenn ich beim Training nur mit halb gefüllten Tank auf den Platz gehe, wird das für den Sonntag garantiert nichts mit einer Aufstellung in der ersten Start(Reihe)elf. Da hat es die Formel 1 etwas leichter. Wir Fußballer haben in der Regel auch nur einen Boxenstopp, sprich Halbzeit, können aber auch da noch unsere Strategie(Taktik) umschmeißen. Dafür sind wir aber gegenüber den Asphalt-Helden in einem Punkt klar im Vorteil, wenn es bei dem einen oder anderen nicht so läuft, kann er ausgewechselt werden, was in der Formel 1 nicht möglich ist. Da kann der Ferrari-Boss in seiner V.I.P-Lounge noch so herumtoben wenn der Reikkönen hinterher fährt, er darf da keinen Boxenstopp anordnen, und den Schumi zum Warmlaufen schicken, um in dann in der 43. Rennrunde einzuwechseln, nee,nee, das Drama mit seinen Angestellten muss er sich schon bis zum bitteren Ende anschauen. Fouls werden auf beiden Seiten auch geahndet, da tun sich beide Sportarten nicht viel. Eine Gemeinsamkeit habe ich auch noch entdeckt, es gewinnt beim Autorennen auch nicht immer der Schnellste, wie beim Fußball ja auch nicht immer der Bessere gewinnt. Glück und Taktik haben auch hier einen nicht geringen Einfluss auf das Geschehen. Aber ganz ehrlich, es ist ja immer mal wieder interessant bei der Formel 1 vorbei zu schauen, aber ich für mich bleibe lieber beim Fußball. Wenn der Ball im Netz zappelt, und der Schiri zeigt zur Mittellinie, dann ist es ein Tor, und wenn eine Mannschaft davon eins mehr hat als der Gegner, hat sie das Spiel gewonnen, zu 99,8 Prozent. Bei den Autos wird ja noch nachgewogen, der Fahrer darf auch nicht zu schwer sein, der rechte Außenspiegel darf nicht größer sein als der linke, die Bodenplatte nicht dicker sein als nach § X der FIA-Bibel, und bloß keinen falschen Schampus heimlich in die Kühlbox packen für die Siegesfeier. Zwar gibt es im Fußball auch die ein oder andere Regeländerung, aber die werden dann durchgesetzt, ohne das da gleich ein Boykott oder eine Auflösung der Vereinigung droht. Noch ein klarer Vorteil für das runde „Leder“: wenn du im Abseits bist, hast du eine 50:50 Chance das dein Treffer zählt, da geht es um passives oder aktives Abseits, und du darfst trotzdem weitermachen, mit dem Auto im Abseits, heist in der Regel Kiesbett oder Reifenstapel, und damit das vorzeitige Aus, der vorzeitige Abpfiff sozusagen.

Einen schönen Sonntag noch

Tschüß, bis die Tage

R.A.

Hallo zusammen,

jetzt kann man endlich die Wochenenden planen, wenn es es etwas nutzt. Die ersten fünf Spieltage sind terminiert. Der S04 muss eimal Freitags, zweimal Samstags und zweimal Sonntags ran, und da beide male um 17.30Uhr. Also bisher noch kein später Samstag Nachmittag um 18.30Uhr, und auch kein Sonntagskaffeekränzchen um 15.30Uhr. Das passt ja alles gut bislang, nur am dritten Spieltag, wenn es zu Hause gegen den Aufsteiger aus Freiburg geht, findet der „Hammer Summer“ statt, und bei diesem Event tritt als Top-Act „Asia“ auf. Nun werden die Jungs wohl erst am späten Abend den Platz vor der Pauluskirche rocken, aber wenn wir dann nach dem Arenabesuch, und einer kurzen Erfrischung, erst so gegen 20.00Uhr da eintrewffen, wird der Platz mit sicherheit rappelvoll sein, und der Blickkontakt zur Bühne eher schwierig werden. Nun gut, zu hören werden sie sein, wenn „Heat of the Moment“ durch die Hammer Nacht schallt.
Das ist auch das kleinere Problem, so langsam mache ich mir Sorgen um die Kicker des S04. Da müssen auf einmal tatsächlich doch einige Profis richtig trainieren und schwitzen auf dem Fußballplatz und in den Wäldern. Das kannte der ein oder andere ja wohl nur aus schlecht klimatisierten Discos beim Genuss von diversen Mixgetränken, und das die deutsche Bundesliga etwas anderes ist als Gyros, Zaziki und Imiglikos, hat nun auch der blonde Jüngling aus dem Land von Zeus und Athene gemerkt.            
Unsere Jungs werden ja wohl alle heile aus dem Trainingslager wieder nach Gelsenkirchen kommen, nicht das das Medicos noch Überstunden kloppen muss, um die ach so geschundenen Leiber unserer Vollprofis wieder uneingeschränkt bertriebsfähig zu machen. Bis dahin gilt aber noch das Motto eines alten Spielfilmes; soweit die Füße tragen…

Tschüß, bis die Tage

R.A.

P.S.: Im Nachhinein betrachtet, glaube ich schon bald, das „der“ Kaiser da auch seine Finger im Spiel hatte, denn der hat ja seine Finger irgendwie, irgendwo immer am Rad. Der duldete keinen Blau-Weißen neben sich.

Hallo zusammen,

die Fahnen sind eingerollt, die Halle gefegt und die Rechnungen bezahlt. Das diesjährige Schützenfest ist gelaufen. Mit Karsten Seamann und seiner Partnerin Silke Wick haben wir ein neues, würdiges Königspaar gefunden. Neuer Kaiser wurde unser Oberst Walter Osthaus. Beim Kaiserschießen gelang mir, nehmen wir mal einen Begriff aus der Fußballersprache, kurz vor dem Abpfiff leider nur ein Pfostenschuss, naja, in fünf Jahre gibt es wieder ein Kaiserschiessen. Das Wetter spielte mit, auch wenn es am Sonntag manchmal dem ein odere anderen etwas zu heiß war, das hat man auch am Wasserumsatz gemerkt. Meine bessere Hälfte und ich durften nach dem Königsschuss wieder etwas Neuser erleben. Unser Schützenbruber Wilfried Bruch, seines Zeichens auch Königsoffizier unseres Vereins, war im Endkampf um die Königswürde, und wurde somit mit seiner Frau Ulla vom neuen Königspaar in den Hofstaat berufen. Als „Aushilfe“ durften wir zwei nun einspringen. Es war eine sehr interessante Erfahrung, Schützenfest einmal ganz anders, und es geht weiter. Am Sonntag gratulieren wir mit einer Abordnug den neuen Majestäten in Lohauserholz, und in der darauffolgenden Woche geht es zum Adlerschießen in die Bocksheide mit Königspaar und Gefolge.
Auf Schalke kehrt Felix schon mächtig mit dem eisernen Besen, das ist gut so, aber er muss den goldenen Mittelweg finden, Schalke ist sensibel, und wenn die Sehne erst einmal überspannt ist, macht eine Reparatur wenig Sinn. Der Juli auf den Schalker Feld wird wie das Wetter; Sturm, Regen, aber es wird auch viel Sonne geben, warme Sonne. Ab August sollte es dann bitte nicht mehr so wechselhaft sein.

Tschüß0, bis die Tage

R.A.

Die geplante Fahrradaktion fiel heute ins Wasser. Zwischen abwechselnd schwarzen Wolken, dann Sturzregen, dann Sturm und wieder weißen Wolken mussten wir unsere Fahrräder auf ein besseres Wetter vertrösten. Die bunten Lackfarben stehen also noch im Zimmer, die Pinsel wurden nicht ausgepackt. Aber so bleibt noch ein wenig Zeit über das Muster zu grübeln.