Archive for Januar, 2009

Die Annehmlichkeiten eines „richtigen“ Computers mit einem großen Monitor und viel Armfreiheit genießend schlürfe ich gerade heißen Tee und genieße einige wenige kostbare Stunden hier in Werl, in denen ich nicht an Klausuren denken muss. Meine „Horrorwoche“ ist vorbei, 4 Klausuren sind geschrieben, jetzt folgen noch 3 weitere, abe das schaff ich schon. Habe noch genügend Zeit, in die Bücher zu schauen und mein Gedächtnis in schwung zu bringen. Aber wie gesagt – gerade nicht das Thema für mich. Später am Tag werde ich noch was tun, aber jetzt vertreibe ich mir die entspannte Zeit mit lesen (Früchte des Zorns – nur zu empfehlen), chatten und viel Kaffee, der in den letzten tagen zu einem zentralen Ritual innerhalb des Lernstresses geworden ist: für einige Minuten abschalten, neue Konzentration und Koffein tanken, mit den Mädels quatschen. Naja, nächste Woche um diese Zeit befinde ich mich ja schon in meinen „großen“ Ferien, da werd ich wohl noch diese Woche durchhalten…

Hallo zusammen,

Barfuß oder Lackschuh, Alles oder nichts, Sekt oder Selters, oder so in der Art kann das Motto für die heute beginnende Rückrunde für den FC Schalke 04 heißen, wenn sie das Unmögliche noch möglich machen wollen: mindestens Platz drei in der Endabrechnung. Klingt fast wie ein Fantasy-Märchen, aber Andreas Müller meint jetzt, das sich die Mannschaft langsam findet, und das es auf jeden Fall zu schaffen ist. Also dann nicht lange `rumhampeln, zwölf Punkte aus den ersten vier Spielen gegen H96, Bremen, Bochum und Schwarz-Gelb dürfte da doch wohl kein Problem sein, und keine Ausreden, mit Verletzungen, tagelanger Frost oder was weiß ich. Diese Punkte her, oder es darf dann ab sofort bis zum Saisonende an einer neuen, mit jungen hungrigen Spielern gespickten Mannschaft gebastelt werden, dabei aber nie die einzig reale Chance auf einen Titelgewinn und Teilnahme am UEFA-Cup, den DFB-Pokal aus den Augen verlieren.

Ich werde das morgige Geschehen nicht live am TV verfolgen können, denn in der Nacht um 3.15h geht es mit dem Zug nach Köln, und von da aus nach Amsterdam, und das in diesem dunkelblauen Schlafwagen-Express, City-Night-Liner. Der Schwiegersohn in spe, natürlich auch Schalker, ist Zug-Chef bei der Bahn und übernimmt den Liner in Köln, da ist sein Dienstbeginn. Meine Tochter und meine bessere Hälfte und mich hat er zu diesen Trip eingeladen. Das wird wohl so cirka eine 24-Stunden-Übung, wir sind schon alle sehr gespannt. Acht Stunden Aufenthalt haben wir dann in Amsterdam, Zeit genug einen Kaffee im Shop zu genießen, haha. Verpfegungsmäößig mache ich mir da keine Gedanken, wird ja wohl genug Pommes, Frikandel und Matjes geben, obwohl der junge Fisch ist doch noch eigentlich garnicht „reif“. Lassen wir uns überraschen.

Tschüß, bis die Tage

R.A.

Lernen, lernen, lesen und lernen. das einzige, was ich im moment spannendes berichten kann, ist, dass ich heute ein brot gebacken habe. ganz alleine. und dann wieder lernen, lernen, lesen und lernen. ich bin so müde, dass ich am schreibtisch einschlafen könnte. Anstrengend, dieses denken und lernen. aber das brot schmeckt richtig lecker. ein lichtblick. wenn ich am freitag um 10 meine letzte klausur für diese woche beendet habe, werde ich vor freude tanzen. ich kann`s kaum erwarten… aber bis dahin sind es ja noch zwei fürchterliche klausuren… ojee….

Hallo zusammen,

das war es also, das erste Plichtspiel für den FC Schalke 04 im neuen Jahr. Auf den ersten Blick sieht das Endergebnis mit 4-1 ja nach standesgemäß, souverain ungefährdet aus, aber es ist auch nur das Ergebnis, ansonsten war es, vor allem was das spielerische betraf, genau der Sch… vom letzten Jahr. Jetzt könnte man ja durch die, aber sowas von blau-weiße Vereinsbrille schauen, und sagen, die Mannschaft hat nicht mehr als nötig getan, und im richtigen Moment eiskalt zugeschlagen, die Stürmer haben getroffen ( Farfan, Kurany), und Freistöße klappen auch wieder ( Raketentic). Die Abwehr hat wenig zugelassen, bis auf den Gegentreffer, der allerdings verdient war. Das allerdings wäre, bei aller Liebe für Königsblau, weit an der Realität vorbei. Da läuft noch nichts richtig, völliger Blödsinn auch die Aktion von Asamoah, die mit der Roten Karte „belohnt“ wurde. Natürlich war es der typische Pokalfight, Jena, Tabellenzehnter der dritten Liga, wuchs über sich hinaus, aber so, wie teilweise in der zweiten Halbzeit, darf man ein Spiel nicht hergeben, zumal die Ansprüche der Mannschaft und deren Verantwortlichen immer noch darin bestehen, am Ende der Saison einen Platz zu belegen, der an der Teilnahme in der Champions-League berechtigt. Das man sich Ziele setzt, auch hohe, ist legitim, und sollte immer das Ziel nicht nur eines Sportlers sein, aber sie sollten auch realisierbar sein. Ich habe mir als Ziel gesetzt, heute die Fußleisten anzubringen, das ist realistisch, und ich bin, ohne mich da allzuweit aus dem Fenster zu lehnen, fest davon überzeugt, das das klappt.

Tschüß, bis die Tage

R.A.

Hallo zusammen,

es ist fast geschafft, da zu dem neuen Wandkleid viele der „alten“ Einrichtungsstücke nicht mehr so recht passen, mussten auch noch ein paar neue Möbelstücke her. Die stellen sich ja nicht von selbst auf, also bin ich mit dem Zusammenbauen, Ausrichten, Befestigen, Anschrauben usw. auch heute noch bestens beschäftigt. Aber egal wie weit ich da komme, ich habe ja keinen Accord, spätestens um 18.30Uhr fällt der Schraubendreher oder was ich da gerade in der Hand habe, Erfrischungsgetränke werden selbstverständlich vorsichtig abgestellt, damit es keine Verluste gibt. Warum das abruppte Ende der Sanierungsarbeiten? Erstens kämpfen da die deutschen Handballer hoffentlich noch um den Einzug in das Halbfinale bei der WM, und dann ab 19.00Uhr ist sie dann zu Ende, die Winterpause im bezahlten Fußball. Schluss mit aussortieren, diskutieren, Pleiten bei den Vorbereitungsspielen, jetzt geht`s zur Sache. DFB-Pokal beim Schreckgespenst Jena. Mit einer Truppe in der alles stimmt, ist das, bei allem Respekt vor den Gastgebern, eine Aufgabe, die mit der nötigen Konzentration, kein Hindernis sein darf. Aber stimmt allles? Ich habe da schon seit längeren meine Zweifel. Das kann heute Abend auf dem Ernst-Abbe-Sportfeld, passend zum Wetter, eine eiskalte Bruchlandung werden, und die Saison ist schon zu Beginn des neuen Jahres so gut wie gelaufen. Als Anhänger der Königsblauen gibt man ja die Hoffnung nicht auf, vielleicht sehen wir ja Heute den Start in eine begeisternde Rückrunde. Aber egal wie, es zählt nur das Weiterkommen, und da wäre es mir auch egal, wenn es dem S04 erst im Elfmeterschießen gelingt. Falls es dazu kommen sollte, bitte Mladen Krstajic vorher an der Trainerbank festbinden, oder so. Falls es mit dem Toreschießen wieder nicht so recht klappen sollte, hätte ich da einen Tipp für Herrn Müller, er kann doch mal bei seinem Amtskollegen Stefan Reuter von 1860 München nachfragen, ob er vielleicht Marvin Pourrie ausleihen, zurückleihen, oder sonst irgendwie bekommen kann.

Schönen Tag noch, bis dann

R.A.

P.S.: Sie liegen da mit ihrem wunderbaren Gedicht garnicht so verkehrt, im Juni geht es weiter, dann ist die Decke dran.

Bereits am frühen Nachmittag nach Münster zurückgekehrt hatte ich auf dem Weg vom Bus zum Wohnheim einmal ein ganz anderes Bild von Münster am Wochenende. Viele spazierende Ehepaare und Pärchen, Eis-Esser, Touristen und Kirchenbestauner.

Angekommen habe ich mich gleich nach einem kurzen Kaffeeklatsch an den Schreibtisch gesetzt, schließlich muss bis morgen noch einiges in meinen Kopf hinein, bzw wieder aus hinteren Gehirnwindungen hervorgezerrt werden. Meine erste Klausur… Oje, das wird ein Abenteuer.

Hallo zusammen,

es war alles genauestens geplant, alles piniebel gecheckt, und gut vorbereitet. Mein Kumpel, der Maler, Sie wissen schon, erschien pünktlich, und nach einer Tasse Kaffee und der für ihn dazugehörigen Zigarette ging es voll motiviert an unser Vorhaben. Kleister anrühren, die ersten Bahnen schneiden, und eine für den Start einkleistern, alles klappte perfekt. Die Bahn fand auch ohne Probleme ihren Weg an die Wand. Da hing sie nun. Der Auftakt für eine Renovierung, an deren Ende der Flur in neuem Glanz erstrahlen soll. Doch dann brach das Unheil über uns, bzw. der Tapete herein. Eine kleine, winzige Stelle, die aber, wie sich dann herausstellte, unseren schönen Plan völlig auf den Kopf stellte. Der Untergrund mit der darauf befindlichen alten Tapete war zwar fest, aber die Farbe die sich darauf befand löste sich, zum Ärger aller beteiligten. Es wurde nicht lange gefackelt, und alles was sich auf diesen Wänden befand, wurde in einer gemeinsam Aktion, die von Wut und Enttäuschung angetrieben war, gnadenlos zu Boden gerissen. Selbstverständlich, das dabei auch noch „Zusatzprobleme“ ans Tageslicht kamen. Jetzt wurde jede kleine, noch so unscheinbar wirkende „Macke“ zugespachtelt, so das am Ende der Aktion in den Abendstunden, Wände das Ergebnis waren, die wir als Fußballer verglichen mit einem Rasenplatz, getrost als Teppich bezeichnen konnten. Natürlich musste jetzt noch eine Testbahn auf den neuen Untergrund, mit dem Ergebnis, das wir heute mit noch mehr Leidenschaft und Enthusiasmus ans Werk gehen werden. Als Fans der Königsblauen sind wir ja schon einiges gewohnt, da werden wir uns von so ein paar Quadratmeter Putz und ein paar Rollen Papier nicht unterkriegen lassen, wir nicht.

Gleich gehts weiter

Tschüß, bis die Tage

R.A.

Topmotiviert, ausgeschlafen, durchgelüftet und mit genügend Koffein in der Blutbahn: ran an den Stoff. Heute wird gelernt, so wie die letzten Tage auch und die nächsten Tage. Meine Strategien meine eigene Unlust auszutricksen werden immer optimierter und jeden Tag erreiche ich ein höheres Lernpensum. Gerade habe ich nochmal ein halbes Buch für die Deutsch-Vorlesungs-Klausur durchgearbeitet, nach dem Mittagessen ist die zweite Hälfte dran. Dann gibt es zur Entspannung einen großes Becher Kaffee und dann kümmere ich mich um die Grammatik des Althochdeutschen. Fühle mich heute sehr motiviert.

Hallo zusammen,

nicht das Sie meinen, ich fange jetzt auch noch mit Politik an, da kann ich Sie beruhigen, das ist nicht meine Welle. Das linke Problem ist, wie sollte es auch anders sein, wieder mal ein Blau-Weißes. Christian Pander, zuständig für die linke Seite im Schalker Spiel ist wieder, oder immer noch verletzt. Das ist ja auf den ersten Blick, so schade wie das ist, nichts Dramatisches, Verletzungen bleiben beim Sport nun mal nicht aus, aber im Fall Pander ist das etwas anders gelagert. Er hat mit seinen fünfundzwanzig Jahren schon so viel einstecken müssen, das er aus Fußballersicht eigentlich schon die Rente einreichen könnte. Hatte er noch seine gut eineinhalb jährige Leidenszeit mit einem super Comeback hinter sich lassen können, und sogar den Sprung in die Nationalelf geschafft, so wurde er nach der darauffolgenden Verletzungspause immer wieder von Problemen im Knie oder sonst wo zurück geworfen. Jetzt wieder das Knie. Ohne Zweifel, ein Christian Pander in körperlicher Topverfassung ist auf der linken Abwehrseite des S04 nicht wegzudenken. Und erst seine bei Standartsituationen von den Gegnern gefürchteten Hereingaben, die einmal das effektivste Angriffsmittel der Schalker war. Bleibt die Frage offen, wieviel Rückschläge und Op`s verkraftet so ein lädiertes Knie, und erst der Betroffene, vor allem mental. Man soll die Hoffnung ja nie aufgeben, aber das wird erst noch dauern, bis die Nummer 24 wieder in der Arena aufläuft. Bis dahin macht das meine Tochter mit ihrem neuen Trikot, wie natürlich auch viele andere. Aber Spaß beiseite, jetzt wird es ernst, für die immer noch beste Abwehr der Liga. Mladen Krstajic, wenn er denn fit ist, stünde bereit, ist mit seinen 34 Lenzen aber auch keine Lösung für die Zukunft. Heiko Westermann könnte das machen, aber auch nur als Übergangslösung, denn Marcelo Bordon wird ja auch nicht jünger, und dann ist sein zukünftiger Platz wohl in der Innenverteidigung, obwohl ich mir ihn auch im Mittelfeld vorstellen könnte. Er wäre mit Sicherheit effektiver als Orlando E., und würde auch mehr Spiele absolvieren. Da sollen sich die Verantwortlichen mal Gedanken machen. Es werden ja immer wieder junge Talente mit einem Profivertrag ausgestattet, dann zeigt auch mal den Mut zum Risiko, und lasst die Burschen spielen, und nicht irgendwann ausleihen, oder verkaufen, oder in Schottland herumstöbern. Nichts gegen die Schotten, ich mag die Mentalität, und die Musik („Runrig“, saustark), aber ein offensiver Mittelfeldspieler von Heart of Midlothian( ab und zu mal UEFA-Cup Teilnehmer), dreißig facher Nationalspieler aus Ghana, ob das was werden würde? Es ist ja schon beruhigend, das (noch?) nicht wieder ein Landsmann von Trainer Fred Rutten auf dem Einkaufszettel steht. Das könnte vielleicht allenfalls jemand von Willem II Tilburg oder so sein. Wie heißt es so schön, nee lass ma stecken. So wie man allerdings aus der Schalker Chefetage hören konnte, ist für die Rückrunde eh keine Neuverpflichtung geplant. Noch ist nicht der 31. Januar 0.00 Uhr. Ich fände es aber auch gut, das der jetzige Kader, der ja mal von sich selbst behauptet hat, höhere Ziel zu haben, die verkorkste Hinrunde wieder einigermassen zu korrigieren. Ich muss jetzt den Flur leerräumen, morgen kommt mein Kumpel, natürlich Schalker, und mein Vorstopper, als wir beide noch gemeinsam aktiv waren, und auch in Block X beheimatet, zum tapezieren, und heute Abend haben wir mit unserer Mannschaft einen Schieß-Wettkampf gegen einen Konkurrenten um den Klassenerhalt. Also packen wir es an, oder wie der neue Präsident der vereinigten Staaten von Amerika sagen würde, jau, datt machen wah, oder so ähnlich.

Tschüß, bis die Tage

R.A.

Hallo zusammen,

es ist ja immer noch ungemütlich draussen, zumindest hier in unserer Region. Weiter weg sieht das wohl ganz anders aus, und das muss irgendwie zum Träumen anregen, denn anders kann ich mir diese Aussage, oder den Wunschtraum von dem Wetterflüchtling Ze Roberto -0 nicht erklären. Da gibt der doch allen ernstes von sich, das er 2010 bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika für die Selecao spielen will. Das ist ungefähr so realistisch, als wie wenn ich im nächsten Jahr Chefredakteur vom „Kicker“ werde. Da hat die Umstellung vom viel zu kalten Gelsenkirchen an die sonnig warme Copa Cabana mental wohl noch nicht so richtig stattgefunden, wenn überhaupt möglich. Dagegen stellt sich eine andere Stadt schon um. Köln. In diesem Jahr wird da zweimal Karneval gefeiert. Einmal wie immer, und im Sommer die Heimkehr von Poldi. Lukas Podolski betritt nach seinem langen Missverständnis im Süden Deutschlands wieder (Fußball)heimischen Boden. Eine Stadt wird ihm zu Füßen liegen. Hoffentlich hält die Dauerbaustelle Dom das alles unbeschadet aus. Eins weiss ich jetzt schon, wir Schalke Fans sind ja schon verrückt, aber wenn es heute offiziell bekanntgegeben wird, das der „verlorene Sohn“ wieder zurück kommt, stehen die Kölner kurze Zeit später am Geißbockheim Schlange, um Karten für die Champions-League Spiele ihres FC für die Saison 2009/10 zu bestellen. Der „Express“ wird wohl eine Sonderausgabe drucken. Genug geträumt, jetzt ist wieder knallharte Realität angesagt. Einkaufen, Termin mit Maler usw.

Schönen Tag noch, bis dann

R.A.