Hallo zusammen,

ich dachte, mit dem Gegurke in Köln wäre der Tiefpunkt des königsblauen Antifußballs erreicht, doch weit gefehlt, am Donnerstag, beim UEFA-Cup Erstrundenspiel gegen den 19maligen Titelträger aus Zypern, APOEL Nikosia, gab es noch eine“Steigerung“. System-, Plan- und Ideenlos wurde ein armseliges 1-1 zusammengestochert. Als „Belohnung“ gab es dafür am Ende den Einzug in die Gruppenphase. Leid taten mir die vielen Kids, die bei der günstigen Konstellation von früher Anstoßzeit, Ferien und anschließenden Feiertag in Gruppen oder mit Eltern, Onkel und Tante die Möglichkeit nutzten, ihre Lieblinge einmal live, bei ihrem vielleicht ersten Arena-Besuch zu sehen, sie wurden, was das fußballerische betraf, zu tiefst enttäuscht.

Fragen über Fragen stehen da im Raum. Da stand fast überall zu lesen, das die Sturmformation Streit, Kuranyi, Sanchez sein sollte. Streit war noch nicht einmal im Aufgebot, kurzfristig verletzt? Sanchez wurde nicht eingewechselt, dafür ein defensives Mittelfeld mit „Querschieber“ Orlando Engelaar als Krönung.

Jetzt habe ich als Aktiver und Fan schon einige Fußballspiele mitgemacht, und versuche in einer ruhigen Minute noch irgendwelche Erklärungen zu finden, warum und wieso das wohl so war, oder was sich Trainer Rutten dabei gedacht haben könnte, mit seinen Aufstellungen, aber im Moment fällt mir, ehrlich gesagt, gar nichts dazu ein.

Es soll blos keiner daher kommen, und erzählen, die Sache war ja schon nach dem Hinspiel so gut wie durch, und so konnte man Kräfte sparen, für die schwere Aufgabe am kommenden Sonntag gegen den Vfl Wolfsburg. Und was war denn dann mit freischiessen und Selbsvertrauen zurückgewinnen, sich emplehlen für die Startelf? Pustekuchen. Und wie wäre es mal, ein ganz klein wenig mal an die Fans zu denken? Über 52.000 waren gestern da, und nicht nur aus mal eben um die Ecke. In Mailand waren bei der CHAMPIONS-LEAGUE Partie Inter gegen Werder gerade einmal 33.000!!! in einem 80.000 Zuschauer fassenden Stadion anwesend. So kann man seinen wahrlich großen Kredit bei den Fans auch nach und nach leichtfertig verspielen.

Tschüß, bis die Tage

R.A.


Über die Autorin/den Autor:  Rainer Aschmoneit schreibt unseren Schalke-Fan-Blog. Der leidenschaftliche Schalke-Fan aus Hamm kommentiert die großen und kleinen Geschichten rund um den S04 mit viel Witz und Selbstironie. Alle Beiträge der Autorin/des Autors: